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Sotschi 2014: Biathletin Kuzmina deklassiert die Konkurrenz

Biathletin Kuzmina: Deutlich schneller als ihre Gegnerinnen Zur Großansicht
DPA

Biathletin Kuzmina: Deutlich schneller als ihre Gegnerinnen

Anastasiya Kuzmina - und dann lange nichts: Die Slowakin ist der Konkurrenz im Biathlon-Sprint davongelaufen und hat sich die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen gesichert. Damit konnte sie ihren Erfolg von Vancouver wiederholen.

Hamburg - Anastasiya Kuzmina hat in beeindruckender Manier die olympische Goldmedaille im Biathlon-Sprint gewonnen. Für die 7,5 Kilometer lange Strecke benötigte die Slowakin 21:06,8 Minuten und blieb am Schießstand fehlerfrei. Die 29-Jährige hatte bereits vor vier Jahren in Vancouver triumphiert - ebenfalls im Sprint.

Kuzmina war 19,9 Sekunden schneller als die Zweite Olga Wiluchina aus Russland. Die Ukrainerin Vita Semerenko holte mit 21,7 Sekunden Rückstand Bronze. Auch die Silber- und Bronzemedaillengewinnerinnen blieben ohne Schießfehler.

Aus deutscher Sicht verlief das Rennen enttäuschend: Zum ersten Mal seit der Sprint-Premiere in Lake Placid 1980 verpassten die DSV-Skijäger eine Medaille in ihrer Spezialdisziplin. Nach dem desaströsen Auftritt der Männer am Samstag verpassten auch die Biathletinnen das Podest.

Debütantin Evi Sachenbacher-Stehle, die erst zur Saison 2012/2013 vom Skilanglauf zum Biathlon gewechselt war, zeigte eine starke Leistung und fuhr als beste DSV-Athletin mit einem Schießfehler auf den elften Rang (+34 Sekunden). Andrea Henkel landete auf Rang 22 (+54,7/ein Fehler), Laura Dahlmeier (+1:56,4 Minuten/zwei Fehler) wurde 46. Franziska Preuß fuhr auf Platz 41 (+1:46,3 Minuten/zwei Fehler).

"Evi hat ein richtig gutes Rennen gemacht, Andrea war auch ordentlich unterwegs", sagte Bundestrainer Gerald Hönig: "Die Ausgangsposition ist okay, aber wir haben auf mehr gehofft." Am Dienstag starten die DSV-Biathletinnen in der Verfolgung (16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

bka/sid/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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1.
HuFu 09.02.2014
Man darf nicht vergessen: Andrea (lt. ihrer Aussage Lunge) angeschlagen, Laura neu, Franziska Preuß neu, Evi Umsteigerin, Miri dank Unfall nicht dabei.
2. Endlich
leos-amigo2 09.02.2014
haben die Russen eine Medaille, war schon fast traurig, dass der Gastgeber immer noch ohne Medaille blieb. An sonstem Gratuliere ich allen drei, und hoffe auch auf baldige deutsche Biathlonmedaille.
3. In ein paar Jahren
triac 09.02.2014
werden wir im letzten Drittel der Nationenwertung auftauchen. Ist aber halb so schlimm, Hauptsache wir wissen immer als erste, was die Anderen falsch machen.
4. Warum?
allster 09.02.2014
Warum sind wir läuferisch nicht mehr vorn dabei ? Woher soll der Optimismus kommen, dass es In der Verfolgung besser wird?sollten wir zu den wenigen sauberen Athleten gehören , wäre trotzdem alles gut .In diesem Sinne: Alles Gute !
5. Tja
Holperik 09.02.2014
Zitat von allsterWarum sind wir läuferisch nicht mehr vorn dabei ? Woher soll der Optimismus kommen, dass es In der Verfolgung besser wird?sollten wir zu den wenigen sauberen Athleten gehören , wäre trotzdem alles gut .In diesem Sinne: Alles Gute !
Die Evi war läuferisch vorne doch mit dabei, ohne Fehlschüss hätte sie wohl Silber, aber hätte, hätte, Fahrradkette, treffen gehört auch dazu und die ersten vier haben halt allesamt 10x getroffen.
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Fotostrecke
Biathlon in Sotschi: Skijäger auf Abschiedstour

Getty Images
Biathlon: Die Sprint-Olympiasieger der Frauen
Jahr Ort Gold
2014 Sotschi Anastasiya Kuzmina (SVK)
2010 Vancouver Anastasiya Kuzimna (SVK)
2006 Turin Florence Baverel-Robert (FRA)
2002 Salt Lake City Kati Wilhlem (GER)
1998 Nagano Galina Kuklewa (RUS)
1994 Lillehammer Myriam Bédard (CAN)
1992 Albertville Anfissa Reszowa (RUS)
Distanz: 7,5 Kilometer

Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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