Biathlon Ukrainerin Abramowa sorgt für Dopingfall

Die Suspendierung war bereits bekannt, jetzt ist auch der Name öffentlich: Die ukrainische Biathletin Olga Abramowa ist positiv auf eine Dopingsubstanz getestet worden. Das verbotene Mittel hat sie erst in diesem Jahr eingesetzt.

Biathletin Abramova: Ihr drohen vier Jahre Sperre
imago/Eibner Europa

Biathletin Abramova: Ihr drohen vier Jahre Sperre


Der Biathlon-Verband der Ukraine hat einen positiven Dopingtest seiner Athletin Olga Abramowa öffentlich gemacht. Die 27-Jährige sei am 10. Januar positiv auf die erst seit Jahresbeginn verbotene Substanz Meldonium getestet worden. Der Weltverband IBU hatte die Ukrainerin in der Vorwoche vorläufig suspendiert, ohne ihren Namen zu nennen.

Nach Angaben der Ukrainer wurde Abramowa das Mittel vom Arzt im November 2015 verordnet. Bis zur endgültigen Klärung der Umstände und bis der Weltverband ein Urteil gefällt hat, werde die Sportlerin nicht mehr an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Abramowa droht eine Sperre von bis zu vier Jahren.

Meldonium ist unter dem Markennamen "Mildronat" bekannt und wird Patienten verabreicht, die an mangelhafter oder fehlender Durchblutung eines Gewebes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Zudem verbessert es den Stoffwechsel.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur setzte das Mittel Ende September 2015 mit Wirksamkeit vom 1. Januar 2016 an auf die Verbotsliste, weil es von Athleten zur Leistungssteigerung genutzt worden ist. Erst vor einigen Tage war der russische Radprofi Eduard Worganow wegen einer positiven Probe auf Meldonium vorläufig vom Radsport-Weltverband UCI suspendiert worden.

Im Zuge des bislang letzten großen Dopingfalls im Biathlon war der russische Verband RBU wegen drei Fällen zuletzt in der Saison 2013/2014 zur Höchststrafe von 100.000 Euro verurteilt worden. Damals waren Jekaterina Jurjewa, Irina Starych und Alexander Loginow überführt worden.

jan/sid/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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Thorkh@n 09.02.2016
1. Dann kann man ...
... also getrost davon ausgehen, dass bis zum Verbot des Mittels es alle BiathletInnen eingenommen haben? Worauf sind denn die, die nicht erwischt wurden, inzwischen umgestiegen?
zaunreiter35 09.02.2016
2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Na, es würde mich nicht wundern, wenn die Athletinnen mit dem starken bayerischen Akzent, die ja diese Saison immer "erkältet" waren, neue Mittel gefunden haben, um ihre "Herz-Kreislauf-Probleme" zu überwinden. Oder wundert es niemanden, dass sie, nachdem sie in den Zirkus zurückgekehrt sind, einfach mal so die Top-Athletinnen hinter sich zurück liessen?
Nonvaio01 09.02.2016
3. ist wie beim radfahren
Zitat von zaunreiter35Na, es würde mich nicht wundern, wenn die Athletinnen mit dem starken bayerischen Akzent, die ja diese Saison immer "erkältet" waren, neue Mittel gefunden haben, um ihre "Herz-Kreislauf-Probleme" zu überwinden. Oder wundert es niemanden, dass sie, nachdem sie in den Zirkus zurückgekehrt sind, einfach mal so die Top-Athletinnen hinter sich zurück liessen?
da sind auch 90% asthma kranke unterwegs...total krass. Ich kenne keinen der 4000km in 3 wochen mit dem Rad mit Asthma faehrt. Ich schaue Biathlon schon seit 2 jahren nicht mehr, weil man weiss das es eh nicht ohne geht.
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