Biathlon-Weltcup in Antholz: Gössner im Sprint nur auf Platz 62

Debakel für die deutschen Biathletinnen: Beim Weltcup-Sprint in Antholz verfehlte Miriam Gössner sieben Scheiben und landete auf Platz 62. Noch schlechter lief es für Evi Sachenbacher-Stehle. Nadine Horchler hingegen erreichte das beste Ergebnis ihrer Karriere.

Biathletin Gössner: Sieben Fehler bei zehn Schüssen Zur Großansicht
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Biathletin Gössner: Sieben Fehler bei zehn Schüssen

Hamburg - Die deutschen Biathletinnen haben bei der WM-Generalprobe ein Fiasko im Sprintrennen erlebt. Die sechs deutschen Starterinnen leisteten sich beim Weltcup im italienischen Antholz bei 60 Versuchen insgesamt 19 Fehlschüsse. Beim Sieg der Slowakin Anastasiya Kuzmina über die 7,5 Kilometer war Miriam Gössner mit sieben Fehlschüssen diejenige mit den meisten Strafrunden und verpasste als 62. sogar die Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Samstag (11.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Die 22-Jährige hatte im Ziel 2:31,0 Minuten Rückstand auf Platz eins. "Ich habe mich von Anfang an nicht gut gefühlt. Dann noch die sieben Fehler dazu und ein Sturz, wo ich mir den Kopf angeschlagen habe. Heute ging einfach alles schief", sagte Gössner nach dem Rennen.

Noch schlechter lief es für Langlauf-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle, die bei ihrem zweiten Weltcup-Sprint fünf Scheiben verfehlte und den Wettkampf als 78. beendete. "Das war ein richtiger Tiefschlag. Solche Rennen braucht man nicht oft", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig.

Horchler mit dem besten Ergebnis ihrer Karriere

Deutlich besser machte es Nadine Horchler: "Ich war heute keine Null, ich habe die Null geschossen. Es war super." Der Lohn: Ihr bisher bestes Karriereergebnis mit Platz fünf - nur 36,1 Sekunden hinter Siegerin Kuzmina. Die Slowakin gewann vor Kaisa Mäkäräinen aus Finnland und Darja Domratschewa aus Weißrussland.

Die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel wurde nach zwei Fehlschüssen 25. und sagte: "Irgendwie war insgesamt ein bisschen der Wurm drin. Ich weiß nicht, warum." Auch die sonst so treffsichere Franziska Hildebrand musste gleich dreimal in die Strafrunde, schaffte als 39. aber - genau wie Maren Hammerschmidt (zwei Fehler) als 59. - die Teilnahme am Verfolgungsrennen der besten 60.

Im Gesamt-Weltcup führt weiterhin Tora Berger aus Norwegen (601 Punkte) vor Domratschewa (491), Gössner (471) und Henkel (443). Der Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto, findet vom 7. bis 17. Februar statt.

ham/sid/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Will mal was anderes sehen ausser ständig Biathlon
wwwwalter 17.01.2013
Zitat von sysopDPADebakel für die deutschen Biathletinnen: Beim Weltcup-Sprint in Antholz verfehlte Miriam Gössner sieben Scheiben und wurde 62. Noch schlechter lief es für Evi Sachenbacher-Stehle. Nadine Horchler hingegen erreichte das beste Ergebnis ihrer Karriere. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/biathlon-weltcup-in-antholz-goessner-im-sprint-nur-auf-platz-62-a-878211.html
Von mir aus kann sich das Debakel fortsetzen, dann bekommt man vielleicht in der Zukunft auch mal andere Sportarten gezeigt. Immer nur Biathlon, Biathlon, Biathlon... Schützenvereine und Bundeswehr freuen sich natürlich, aber nicht jeder Sportsfreund muss das toll finden.
2. optional
Lankoron 17.01.2013
Naja...es gab ja heut nachmittag auch keinen anderen Wintersport. und ich z.B interessiere mich überhaupt nicht für Alpinski, und doch nimmt der noch mehr Platz in der Berichterstattung ein.
3. optional
Rahvin 17.01.2013
Sieben Fehler. Das ist einfach großartig. Damen und Herren sollten die gleichen Distanzen laufen.
4.
yaenz 18.01.2013
hä? platz drei und vier in der gesamtwertung; das klingt doch überaus positiv, würde ich sagen. gut, es gibt da offenbar dieses mir im genauen wortlaut nicht bekannte gesetz, dass deutsche sportler immer und überall alles zu gewinnen haben, oder sonst! - aber wenn man da ein auge zudrückt, isses doch im rahmen, oder? ;)
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Neuner, Disl und Co.: Die besten deutschen Biathletinnen der Geschichte

Biathlon: Gewinnerinnen Gesamt-Weltcup
Jahr Name (Land)
2013 Tora Berger (Norwegen)
2012 Magdalena Neuner (Deutschland)
2011 Kaisa Mäkäräinen (Finnland)
2010 Magdalena Neuner (Deutschland)
2009 Helena Jonsson (Schweden)
2008 Magdalena Neuner (Deutschland)
2007 Andrea Henkel (Deutschland)
2006 Kati Wilhelm (Deutschland)
2005 Sandrine Bailly (Frankreich)
2004 Liv Greté Poirée (Norwegen)
2003 Martina Glagow (Deutschland)
2002 Magdalena Forsberg (Schweden)
2001 Magdalena Forsberg (Schweden)
2000 Magdalena Forsberg (Schweden)