Biathlon-WM: Birnbacher verpasst Bronze knapp

Enttäuschung bei den deutschen Biathleten in Ruhpolding: Arnd Peiffer hatte im Einzelrennen über 20 Kilometer lange geführt, dann zeigte der DSV-Athlet erneut Schwächen beim Schießen. Andreas Birnbacher musste sich im Kampf um Bronze um Sekundenbruchteile geschlagen geben.

Biathlon-WM: An Gold vorbeigeschossen Fotos
Getty Images

Hamburg - Die deutschen Biathleten haben bei der Weltmeisterschaft in Ruhpolding einen enttäuschenden Dienstagnachmittag erlebt. Beim Einzelrennen über die 20-Kilometer-Distanz schaffte es Andreas Birnbacher vor 26.000 Zuschauern zwar als bester DSV-Athlet auf Rang vier (47:01,3), musste aber kurz vor Ende seine Hoffnungen auf die Bronzemedaille begraben: Jaroslav Soukup (Tschechien) war 0,8 Sekunden schneller.

Das Rennen gewann der Slowene Jakov Fak in 46:48,2 Minuten vor Simon Fourcade (46:55,2) aus Frankreich. Lange geführt hatte Arnd Peiffer, für den es nach zwei Schießfehlern am Ende aber nur zu Rang sieben (47:24,7 Minuten). Michael Greis wurde Elfter.

"Es wäre heute so leicht gewesen. Aber das letzte Schießen ist auch das schwerste Schießen. Gerade die letzten beiden Fehler sind ärgerlich, mit einem wäre ich vorn dabei gewesen", sagte Peiffer. Auch Birnbacher war verärgert: "Bei der WM geht es um Medaillen. Beim Fehler wollte ich zu sehr drücken." Ausgerechnet die letzte Scheibe blieb bei ihm stehen.

Auch bei den bisherigen Wettbewerben waren die deutschen Biathleten hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Mit der Mixed-Staffel verpasste das Team Gold, im Sprint und in der Verfolgung reichte es nicht fürs Podest.

Der nächste WM-Wettkampf findet am Mittwoch statt. Dann kämpft Magdalena Neuner im Einzel (15.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) um ihre nächste Medaille.

chp/dpa/sid

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1. Also doch der Diopter?
el_amalache 06.03.2012
Wenn einem Gutes widerfährt ... Zeit, danke zu sagen. Also ganz ehrlich, mich haben die Jungs, allen voran der Andy heut richtig glücklich g'macht. Und des nicht nur, weil ich mich mit einem zünftigen Kasten Erdinger warmgemacht hab. Er ist eben einfach ein Teufelskerl - wie der aber auch jeden einzelnen Schritt sauber ausgleitet bis zum Schluss, das ist rein lauftechnisch schonmal allererste Sahne. Geschossen hat er auch fast perfekt, in 3 Schiessen 0 Fehler ... ja, bis dann diese eine fiese Scheibe im letzten Stehendanschlag stehen blieb, es ist so verdammt schade! Am Ende nur null komma acht Sekunden Rückstand auf Bronze, mann war das knapp! Aber es kommt noch besser, gleich 3 deutsche Weltklasseathleten haben heute aussichtsreich um Gold gefightet. Ich weiß jetzt leider nicht, was der Bundestrainer oder der Disziplinspezialtrainer der Leistungsgruppe 1a meint: Sollte man evtl. doch den Diopter mal nachjustieren? Oder war er nur vereist? Ich bezweifle es, denn sooo arschkalt war es doch auch wieder nicht. Ich hoffe, wir dürfen Team, Trainer oder auch gern den ARD-Experten dazu und evtl. auch zur Frage nach der taktischen Marschroute noch im ausführlichen Interview hören! Vielleicht erleben wir ja doch noch eine Liveschalte ins Mannschaftsquartier nach Ruhpolding. Also ich persönlich täte es riesig finden und für unseren geliebten Sport wärs doch auch so wichtig. Vergessen wir aber bitte auch die anderen Topathleten nicht. Wer heute Birnbacher sagt, darf sich übermorgen auch auf Pfeiffer und Greis freuen! Auch Schrempi sollte man international ganz sicher noch auf der Rechnung haben. Irgendwie find ich es zwar schade dass es nach den 20 Kilometern heute keine Verfolgung gibt - aber ok, zugegeben, es klingt schon ein wenig diskriminierend. Man kann nicht alles haben, Biathlon ist doch kein Wunschkonzert! Und immerhin kommt ja noch die Staffel. Ich persönlich freu mich auch schon riesig auf den Massenstart am Sonntag, mal wieder so rrrrichdig Mann gegen Mann. Der Kaiser würde wohl sagen "it's a Klassik". Ach übrigens, was meints so zum ollen Björndalen? Is der noch Einar mit dem wir rechnen müssen?
2. Warum Enttäuschung?
haldir123 06.03.2012
Das übliche Gedöns von Sportredakteuren die keine oder wenig Ahnung haben. Bronze für Birnbacher wären nur 0,8 s. Weiterhin sollte erwähnt werden, daß "Super-Michi" Greis - der im übrigen ja ohne WM-Norm teilnimmt (wozu gibt es die eigentlich?) - mit nur einer Strafrunde wesentlich langsamer war als Pfeiffer und Birnbacher. Aber unser Michi wird ja meist in den Himmel gelobt.
3. Erdinger ist ...
un-Diplomat 07.03.2012
Zitat von el_amalacheWenn einem Gutes widerfährt ... Zeit, danke zu sagen. Also ganz ehrlich, mich haben die Jungs, allen voran der Andy heut richtig glücklich g'macht. Und des nicht nur, weil ich mich mit einem zünftigen Kasten Erdinger warmgemacht hab. Er ist eben einfach ein Teufelskerl - wie der aber auch jeden einzelnen Schritt sauber ausgleitet bis zum Schluss, das ist rein lauftechnisch schonmal allererste Sahne. Geschossen hat er auch fast perfekt, in 3 Schiessen 0 Fehler ... ja, bis dann diese eine fiese Scheibe im letzten Stehendanschlag stehen blieb, es ist so verdammt schade! Am Ende nur null komma acht Sekunden Rückstand auf Bronze, mann war das knapp! Aber es kommt noch besser, gleich 3 deutsche Weltklasseathleten haben heute aussichtsreich um Gold gefightet. Ich weiß jetzt leider nicht, was der Bundestrainer oder der Disziplinspezialtrainer der Leistungsgruppe 1a meint: Sollte man evtl. doch den Diopter mal nachjustieren? Oder war er nur vereist? Ich bezweifle es, denn sooo arschkalt war es doch auch wieder nicht. Ich hoffe, wir dürfen Team, Trainer oder auch gern den ARD-Experten dazu und evtl. auch zur Frage nach der taktischen Marschroute noch im ausführlichen Interview hören! Vielleicht erleben wir ja doch noch eine Liveschalte ins Mannschaftsquartier nach Ruhpolding. Also ich persönlich täte es riesig finden und für unseren geliebten Sport wärs doch auch so wichtig. Vergessen wir aber bitte auch die anderen Topathleten nicht. Wer heute Birnbacher sagt, darf sich übermorgen auch auf Pfeiffer und Greis freuen! Auch Schrempi sollte man international ganz sicher noch auf der Rechnung haben. Irgendwie find ich es zwar schade dass es nach den 20 Kilometern heute keine Verfolgung gibt - aber ok, zugegeben, es klingt schon ein wenig diskriminierend. Man kann nicht alles haben, Biathlon ist doch kein Wunschkonzert! Und immerhin kommt ja noch die Staffel. Ich persönlich freu mich auch schon riesig auf den Massenstart am Sonntag, mal wieder so rrrrichdig Mann gegen Mann. Der Kaiser würde wohl sagen "it's a Klassik". Ach übrigens, was meints so zum ollen Björndalen? Is der noch Einar mit dem wir rechnen müssen?
..., wenn überhaupt eins, in jedem Fall das falsche Bier. Unsere Männer und auch der Einar B. sind trotzdem Klasse. Hoffentlich trinken die nicht auch noch das Lena-Alkoholfreie.
4. Seit der Michi ...
un-Diplomat 07.03.2012
Zitat von haldir123Das übliche Gedöns von Sportredakteuren die keine oder wenig Ahnung haben. Bronze für Birnbacher wären nur 0,8 s. Weiterhin sollte erwähnt werden, daß "Super-Michi" Greis - der im übrigen ja ohne WM-Norm teilnimmt (wozu gibt es die eigentlich?) - mit nur einer Strafrunde wesentlich langsamer war als Pfeiffer und Birnbacher. Aber unser Michi wird ja meist in den Himmel gelobt.
... nach seinen 3 Olympiasiegen sein "eigenes Ding macht" läuft es nicht mehr so. Auf den Thron mit den Trainern (u.a. Ullrich), danach Besserwisser. Das läuft uns heute noch auch bei den Skispringern nach. Hannawald und Schmitt (schreibt der sich so?) wollten auch klüger sein als Heß, aber der Aufhetzer (Heimtrainer von Schmidtttdt, Name vergessen) hat es dann vermasselt.
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Luck, Groß und Co.: Die besten deutschen Biathleten der Geschichte

Biathlon-Disziplinen
EINZEL: Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.

  • SPRINT: Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.

  • VERFOLGUNG: Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 beziehungsweise 12,5 Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.

  • MASSENSTART: Die 30 Bestplatzierten der Weltcup-Wertung treten an. Vier Schießeinlagen stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 beziehungsweise 15 Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde. Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.

  • STAFFEL: Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4 x 6 Kilometer laufen, die Männer 4 x 7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen jeweils drei Nachlader (Zusatzschuss). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Der Schnellste gewinnt.

MIXED-STAFFEL: Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen. Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist.

Quelle: dpa