Biathlon-WM Herrmann gewinnt die Verfolgung, Bronze für Dahlmeier

Entscheidung durch ein starkes letztes Schießen: Denise Herrmann ist Weltmeisterin in der Verfolgung. Auch Laura Dahlmeier schaffte es auf das Podest - und verpasste Silber nur knapp.

Denise Herrmann
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Denise Herrmann


Denise Herrmann hat bei der Biathlon-WM im schwedischen Östersund die Goldmedaille in der Verfolgung gewonnen. Nach dem letzten Schießen setzte sie sich an die Spitze und ging letztlich mit 31,4 Sekunden Vorsprung auf Tiril Eckhoff ins Ziel. Mit Laura Dahlmeier kam auch eine zweite Deutsche auf das Podest: Sie blieb nur knapp hinter Eckhoff und holte damit Bronze.

Herrmann war mit einem Rückstand von 24 Sekunden auf die Führende Anastasiya Kuzmina ins Rennen gegangen. Dann leistete sie sich nur beim dritten Schießen (stehend) bei schwierigen Wetterverhältnissen mit Schneefall und böigem Wind Fehler: Sie musste zweimal in die Strafrunde und fiel damit hinter Mona Brorsson zurück. Aber die Schwedin leistete sich bei ihrem Heimrennen beim letzten Schießen gleich vier Fehler. Anschließend fuhr Herrmann zum Sieg.

"So etwas hätten wir uns nicht erträumt"

Zuvor hatte sie im Weltcup nur dreimal gewonnen. Durch den Triumph im WM-Rennen, das ebenfalls in die Wertung eingeht, steht Herrmann nun bei vier Weltcupsiegen. "Es ist unglaublich", sagte die frühere Langläuferin, die erst in der dritten Saison als Biathletin unterwegs ist, in der ARD. "Ich bin so stolz auf das, was ich geschafft habe", sagte sie weiter. Auch Cheftrainer Kristian Mehringer zeigte sich zufrieden - und überrascht: "So etwas hätten wir uns nicht erträumt."

Laura Dahlmeier
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Laura Dahlmeier

Der zweite Platz wurde im Schlussprint entschieden: Eckhoff und Dahlmeier waren noch kurz vor der Ziellinie gleichauf. Die Norwegerin gewann das Duell und damit Silber. Dahlmeier hatte zuvor genau wie Herrmann nur beim dritten Schießen gepatzt: Einmal verfehlte sie stehend das Ziel, Eckhoff musste zwei Strafrunden absolvieren.

Franziska Hildebrand (zwei Schießfehler) verbesserte sich in der Verfolgung von Rang 40 auf 22. Franziska Preuß (sieben) fiel vom 16. auf den 27. Platz zurück. Durch den Erfolg von Herrmann und Dahlmeier steht das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Östersund nun bei vier Medaillen. Zuvor hatte die Mixed-Staffel Silber und Dahlmeier im Sprint Bronze gewonnen.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, Deutschland stehe nun in Östersund bei drei WM-Medaillen. Tatsächlich sind es aber vier. Wir haben Laura Dahlmeiers dritten Platz im Sprint ergänzt.

aev/sid/dpa



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