Biathlon-WM Frauen-Staffel verpasst Medaille trotz furioser Dahlmeier

Was für ein gelungener Einstand! Die deutsche Frauen-Staffel war nach einem Sturz und vielen Patzern am Schießstand bereits abgeschlagen. Doch dann kam Neuling Laura Dahlmeier - und brachte ihr Team an die Spitze des Feldes. Am Ende reichte es für das DSV-Team jedoch nur zu Rang fünf.

Biathletin Dahlmeier: Furioser Einstand
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Biathletin Dahlmeier: Furioser Einstand


Hamburg - Das deutsche Biathlon-Team hat einen neuen Shooting-Star: Laura Dahlmeier. Die erst 19-Jährige lieferte bei ihrem ersten Auftritt in der Frauen-Staffel eine furiose Lauf- und Schießleistung ab. Am Ende benötigten Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Miriam Gössner und Andrea Henkel für die 4x6 Kilometer lange Strecke 1:38:20 Stunden. Damit landete das DSV-Team hinter Norwegen, Ukraine, Italien und Russland auf dem fünften Rang.

"Das Rennen war wirklich perfekt. Es war eine so großartige Kulisse, wie im Traum", sagte Dahlmeier nach dem Rennen: "Ich war aufgeregt, habe mich aber auf das Wesentliche konzentriert." Doch trotz des gelungenen Einstands blieb das DSV-Team erstmals seit 1993 ohne Edelmetall. Seit 1995 hatten die deutschen Frauenteams 14 Medaillen in Serie gewonnen.

Startläuferin Hildebrand hatte eigentlich einen gelungenen Start erwischt, das erste Liegendschießen überstand sie fehlerlos. Doch in der zweiten Laufrunde stürzte die 25-Jährige, benötigte dann beim Stehendschießen alle drei Reservepatronen. "Der Sturz kam zum unglücklichen Zeitpunkt. Bis ich wieder aufstehen konnte, hat es einige Sekunden gedauert", sagte Hildebrand.

Henkel vergibt mögliche Medaille am letzten Schießstand

Gössner ging dann bereits mit 36 Sekunden Rückstand auf die Spitze in die Loipe. Und aufholen konnte sie nicht: Im Liegendschießen musste sie ebenfalls dreimal nachladen, auch im Stehen traf sie zwei Scheiben erst im zweiten Versuch. "Wenn man so unter Druck steht, dann schießt man einfach risikofreudiger. Das hat leider nicht geklappt", sagte Gössner.

Mit 38,7 Sekunden Rückstand übergab sie an Nachwuchstalent Dahlmeier. Die war noch nie auch nur in einem Weltcup gelaufen - und führte sich bei ihrem WM-Debüt gleich furios ein: Die 19-Jährige blieb an beiden Schießständen fehlerfrei und führte die deutsche Staffel sogar an die Spitze des Feldes.

Schlussläuferin Henkel lieferte sich dann zunächst ein packendes Duell mit der letzten Ukrainerin Olena Pidhrushna. Im Liegen musste die Deutsche einmal nachladen. Doch auch im Stehendanschlag benötigte Henkel dann zwei Nachlader - und musste die Medaillenträume aufgeben.

bka

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