Biathlon-WM: Neuner ohne Chance im Einzelrennen
Zu oft daneben gezielt: Magdalena Neuner hat die Medaillenränge im Einzelrennen der Biathlon-WM deutlich verpasst. Die Deutsche leistete sich insgesamt sechs Schießfehler und landete nicht einmal unter den Top Ten. Den Sieg sicherte sich die Norwegerin Tora Berger.
Hamburg - Magdalena Neuner ist bei der Biathlon-WM in Ruhpolding ohne Medaille im Einzelrennen geblieben. Über 15 Kilometer hatte die Deutsche keine Chance und landete jenseits der Top Ten. Den Sieg sicherte sich Tora Berger aus Norwegen in 42:30 Minuten vor der Französin Marie Laure Brunet (56,4 Sekunden Rückstand) und Titelverteidigerin Helena Ekholm aus Schweden (+1:11).
"Es ärgert mich schon ein bisschen, aber es hält sich in Grenzen. Es ist zwar schade, aber ich habe ja schon drei Medaillen", sagte Neuner nach dem Rennen.
Der Einzeltitel bleibt damit der einzige, den Neuner in ihrer imposanten WM-Karriere nie gewinnen konnte. Nach der laufenden Saison wird die 25-Jährige ihre aktive Laufbahn beenden. Insgesamt elf Goldmedaillen durfte sie bislang bei Weltmeisterschaften bejubeln.
In Ruhpolding ging sie nun erstmals leer aus. Bei der Heim-WM hatte Neuner vor dem Einzelrennen bereits einen kompletten Medaillensatz erlaufen. Mit der Mixed-Staffel gewann sie Bronze, im Sprint triumphierte sie und im Verfolgungsrennen gab es Silber.
"Es wäre blöder gewesen, wenn ich Vierte wäre. Dann lieber gar nichts. Nach dem ersten Stehendschießen war die Luft schon raus", sagte Neuner, die am Mittwoch bereits im ersten Liegendanschlag zwei Scheiben verfehlte. Zwar blieb sie im ersten Stehendanschlag fehlerfrei, doch im zweiten Liegendschießen kassierte sie eine weitere Strafminute. Im abschließenden Stehendschießen ließ sie gar drei Scheiben stehen - zu viele, um im Titelrennen mitzumischen. Am Ende landete sie auf Rang 23.
Auch die anderen deutschen Biathletinnen Andrea Henkel, Tina Bachmann und Miriam Gössner waren chancenlos. Henkel, die den Einzelwettbewerb 2005 hatte gewinnen können, kam als beste Deutsche auf Rang 20, sie schoss viermal daneben. Gössner verfehlte fünf Scheiben und lief auf Platz 36, Bachmann ließ sogar sieben Scheiben stehen und landete am Ende auf Position 48.
Die Biathlon-WM geht am Freitag mit der Staffel der Männer weiter (15.15 Uhr). Neuner greift dann wieder am Samstag ein, dann ebenfalls im Staffel-Wettbewerb (15.15 Uhr, jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE).
bka
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- Mittwoch, 07.03.2012 – 16:44 Uhr
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15.30 Uhr: Mixed-Staffel
- Freitag, 2. März
Ruhetag - Samstag, 3. März
12.30 Uhr: Sprint Männer
15.30 Uhr: Sprint Frauen - Sonntag, 4. März
13.15 Uhr: Verfolgung Männer
16.00 Uhr: Verfolgung Frauen - Montag, 5. März
Ruhetag - Dienstag, 6. März
15.15 Uhr: Einzel Männer - Mittwoch, 7. März
15.15 Uhr: Einzel Frauen - Donnerstag, 8. März
Ruhetag - Freitag, 9. März
15.15 Uhr: Staffel Männer - Samstag, 10. März
15.15 Uhr, Staffel Frauen
13.30 Uhr: Massenstart Männer
16.00 Uhr: Massenstart Frauen
- SPRINT: Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
- VERFOLGUNG: Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 beziehungsweise 12,5 Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
- MASSENSTART: Die 30 Bestplatzierten der Weltcup-Wertung treten an. Vier Schießeinlagen stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 beziehungsweise 15 Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde. Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
- STAFFEL: Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4 x 6 Kilometer laufen, die Männer 4 x 7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen jeweils drei Nachlader (Zusatzschuss). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Der Schnellste gewinnt.
Quelle: dpa
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