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Biathlon-WM in Oslo: Norweger Thingnes-Bö siegt vor Fourcade

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AFP

Biathlet Johannes Thingnes-Bö

Im Massenstart konnte der Norweger Johannes Thingnes-Bö den Seriensieger Martin Fourcade bezwingen. Für die deutschen Männer reichte es auch im letzten Rennen nicht zu einer Einzelmedaille.

Martin Fourcade hat einen historischen Sieg bei der Biathlon-WM in Oslo verpasst. Der Franzose wurde im abschließenden Massenstart Zweiter und scheiterte damit knapp bei dem Versuch, als erster Biathlet bei einer WM alle vier Einzeltitel zu gewinnen. Der 27-Jährige musste sich über 15 Kilometer dem Norweger Johannes Thingnes-Bö geschlagen geben. Den dritten Platz belegte dessen Landsmann Ole Einar Björndalen. Für den 42-Jährigen war es die insgesamt 44. WM-Medaille seiner Karriere.

Bester Deutscher war Arnd Peiffer als Fünfter mit einem Rückstand von 19,9 Sekunden. Vor dem abschließenden Schießen war Erik Lesser noch in der Spitzengruppe mitgelaufen, leistete sich aber zwei Fehler und fiel bis auf den 13. Platz zurück. Benedikt Doll landete auf Rang 17. Fourcade hatte zuvor bei den Titelwettkämpfen am Holmenkollen bereits in Sprint, Verfolgung, Einzel und der Mixed-Staffel gesiegt.

lst/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Vielleicht sollten die männlichen Biathleten
jogi1709 13.03.2016
etwas weniger Werbung für Bier machen und mehr Schießen üben. Insgesamt eine Blamage.
2.
anna2 15.03.2016
Vielleicht sollte man nicht vergessen, wie viele Nationen- außer Deutschland- auf dem WM-Podium stehen möchten. Eine Top10-Platzierung ist in meinen Augen keine Blamage!
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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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