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Biathlon-WM: Mixed-Staffel verpasst Medaille

Kein guter WM-Start für die deutschen Biathleten: Die Mixed-Staffel leistete sich sechs Nachlader und belegte den sechsten Platz. Weltmeister wurde das Team aus Tschechien.

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Biathletin Preuß: "Läuferisch war es echt hart"

Hamburg - Die deutsche Mixed-Staffel hat zum Auftakt der Biathlon-Weltmeisterschaften in Kontiolahti die Medaillenränge klar verpasst. Das Quartett Luise Kummer, Franziska Preuß, Daniel Böhm und Benedikt Doll musste sich am Donnerstag mit Rang sechs zufriedengeben.

Die deutsche Mannschaft leistete sich insgesamt sechs Nachlader und hatte nach den 2 x 6 und 2 x 7,5 Kilometern 1:22,8 Minuten Rückstand auf die siegreichen Tschechen.

Die neuen Weltmeister setzten sich trotz acht Nachladern mit 20,2 Sekunden Vorsprung vor Frankreich (acht Nachlader) durch. Bronze sicherte sich Norwegen (eine Strafrunde und drei Nachlader/+ 27,7).

"Mit dem Schießen bin ich zufrieden, aber läuferisch war es echt hart. Die Strecke gab einfach nicht mehr her", sagte Preuß im ZDF, sie hatte auf der Strecke viel Zeit zu den Rivalinnen verloren. Ähnlich erging es Startläuferin Kummer: "Leider war der Schnee sehr tief. Ich habe mich echt gefreut zu laufen, wirklich schön war es aber nicht."

cte/dpa

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Zeitplan Biathlon-WM
  • DPA
    Donnerstag, 5. März
    17.15 Uhr: Mixed-Staffel

    Samstag, 7. März
    13.00 Uhr: Sprint Männer
    16.30 Uhr: Sprint Frauen

    Sonntag, 8. März
    13.15 Uhr: Verfolgung Männer
    16.00 Uhr: Verfolgung Frauen

    Mittwoch, 11. März
    17.15 Uhr: Einzel Frauen

    Donnerstag, 12. März
    17.15 Uhr: Einzel Männer

    Freitag, 13. März
    17.15 Uhr: Staffel Frauen

    Samstag, 14. März
    16.30 Uhr: Staffel Männer

    Sonntag, 15. März
    13.30 Uhr: Massenstart Frauen
    16.15 Uhr: Massenstart Männer

Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid
Erfolgreichste Biathleten bei Weltmeisterschaften
Name (Land) Gold Silber Bronze
O. Bjørndalen (Norwegen) 18 11 9
F. Luck (Deutschland) 11 5 4
A. Tichonow (UdSSR) 11 4 2
E. Svendsen (Norwegen) 11 4 1
R. Groß (Deutschland) 9 5 6
F. Ullrich (Deutschland) 9 4 1
R. Poirée (Frankreich) 8 3 7
S. Fischer (Deutschland) 7 6 7
M. Kirchner (Deutschland) 7 1 2
W. Melanin (UdSSR) 6 1 -

Fotostrecke
Luck, Groß und Co.: Die besten deutschen Biathleten der Geschichte
Erfolgreichste Biathletinnen bei Weltmeisterschaften
Name (Land) Gold Silber Bronze
M. Neuner (Deutschland) 12 4 1
J. Golowina (UdSSR) 10 1 1
P. Behle (Deutschland) 9 2 2
U. Disl (Deutschland) 8 8 3
A. Henkel (Deutschland) 8 6 3
L.G. Poirée (Norwegen) 8 3 2
S. Dawidowa (UdSSR) 7 3 1
K. Parwe (UdSSR) 7 2 -
W. Tschernyschowa (UdSSR) 7 1 2
T. Berger (Norwegen) 6 4 5

Fotostrecke
Neuner, Disl und Co.: Die besten deutschen Biathletinnen der Geschichte

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