Eisschnelllauf-WM Pechstein wird zum dritten Mal Vierte

Trotz überzeugender Leistungen schrammte Claudia Pechstein bei der WM in Russland gleich mehrfach knapp an den Podestplätzen vorbei. Dennoch unterstrich sie ihre Stellung als beste deutsche Eisschnellläuferin.

Eisschnellläuferin Pechstein: Landete drei Mal auf dem undankbaren vierten Platz
AP/dpa

Eisschnellläuferin Pechstein: Landete drei Mal auf dem undankbaren vierten Platz


Claudia Pechstein begegnete dem Medaillenfluch mit Humor. "Dreimal Platz vier, in neun Tagen werde ich 44 Jahre alt - vielleicht hat es damit was zu tun", sagte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin, nachdem sie bei der Einzelstrecken-WM im russischen Kolomna am Samstag auch im Team erneut nur knapp eine Medaille verpasst hatte.

Vierte über 3000 Meter, Vierte über 5000 Meter, Vierte in der Mannschaftsverfolgung - Pechstein zeigte in Russland überzeugende Leistungen, als einzige deutsche Athletin zählte sie zur Weltspitze. Dass sie erstmals bei der seit 1996 ausgetragenen Einzelstrecken-WM ohne Medaille blieb, änderte an Pechsteins Selbstvertrauen und Selbstverständnis nicht das Geringste. Bislang hat sie insgesamt 60 Medaillen bei Olympia oder internationalen Meisterschaften errungen.

Pechstein, das wurde nochmals deutlich, ist nach wie vor Deutschlands beste Eisschnellläuferin. "Schade, dass ich kein Seil hatte und die Mädels mitziehen konnte", sagte sie in Richtung ihrer Kolleginnen Gabriele Hirschbichler und Roxanne Dufter: "Mein Part fiel mir sehr leicht. Ich habe meine Leistung gezeigt, wir sind halt nicht ganz so stark, wie wir schon einmal waren." Am Ende fehlten den Deutschen in der Team-Verfolgung lediglich 33 Hundertstelsekunden zur Bronze-Medaille.

lst/dpa/sid



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