Eisschnelllauf Pechstein steht zum 115. Mal auf dem Podium

Die deutschen Eisschnellläufer sind in der Olympiasaison bisher in glänzender Verfassung. Claudia Pechstein, Patrick Beckert und Moritz Gaisreiter liefen auf Podestplätze.

Claudia Pechstein in Salt Lake City
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Claudia Pechstein in Salt Lake City


Patrick Beckert und Claudia Pechstein scheinen jetzt schon in bester Olympia-Form. Beim Weltcup der Eisschnellläufer in Salt Lake City überzeugten beide und nährten die Hoffnung auf olympische Medaillen in Südkorea im Februar.

Vom Husten geplagt und dennoch gut in Form war Claudia Pechstein. Die 45-Jährige kam auf ihrer Nebenstrecke 3000 Meter als Dritte ins Ziel. Die Deutsche musste in 3:58,69 Minuten nur Natalja Woronina aus Russland (3:57,70) und Martina Sablikova (Tschechien/3:57,84) den Vortritt lassen. Für die Älteste im Feld war es zugleich der 115. Podestplatz ihrer Laufbahn.

Wegen der trockenen Luft in der Höhe der Olympia-Stadt von 2002 musste Pechstein das ganze Wochenende gegen ihren Dauerhusten ankämpfen. "Ich bin nicht in Frühform, sondern in einer Super-Spätform", sagte sie in Anspielung auf ihr Alter. "Das geht alles in die richtige Richtung. Bei Olympia geht es um Erfahrung und Coolness."

Beckert setzte den Schlusspunkt auf dem schnellen Eis der Olympia-Bahn von Salt Lake City. Der 27-Jährige verbesserte seinen deutschen Rekord über 5000 Meter und wurde bei der vierten Weltcup-Station in 6:07,02 Minuten Zweiter. Damit unterbot er seine vor einer Woche in Calgary aufgestellte nationale Bestmarke um mehr als drei Sekunden.

"Das war ein sehr guter Lauf. Ich habe eine gute Form und bin zufrieden", sagte Beckert, der im Rennen knapp vor Teamkollege Moritz Geisreiter (6:07,31) über die Ziellinie lief und seinen Teamkollegen auf Rang drei verwies. "Das ist eine schöne Momentaufnahme. Ich werde das kurz genießen und dann weiterarbeiten, damit es zum Saisonhöhepunkt auch mit einer Medaille klappt", betonte Beckert zwei Monate vor den Winterspielen in Südkorea.

Der Sieg ging in Weltrekordzeit von 6:01,86 Minuten an den Kanadier Ted-Jan Bloemen. Rekord-Weltmeister Sven Kramer aus den Niederlanden war nicht am Start, sondern bereitet sich auf die nationale Olympiaausscheidung vor.

aha/dpa



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gumbofroehn 12.12.2017
1. Bevor hier alle Welt wieder über Claudia Pechstein schreibt ...
... die Zeiten von Patrick Beckert und Moritz Geisreiter sind die eigentliche Nachricht des Wochenendes aus deutscher Sicht. In der Form sind beide Medaillenkandidaten in Pyeongchang über 5.000 und 10.000 m, wenngleich es natürlich irrsinnig eng hinter Kramer und Bloemen ist (auf die Duelle um Gold darf man sich schon mal freuen). Dahinter kommt ein halbes Dutzend Kandidaten (u.a. Beckert und Geisreiter) für den dritten Platz auf dem Treppchen in Betracht. Das wird ein Spaß!
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