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DEL-Finale: Berlin besiegt nervöse Kölner

Individuelle Fehler haben Köln eine bittere Heimpleite im ersten Spiel der DEL-Finalserie beschert. Gegen Berlin patzten die Haie zweimal, zudem fälschte Marco Sturm den Puck ins eigene Tor ab. Nun könnte der amtierende Meister in Spiel zwei bereits eine Vorentscheidung erzielen.

Jubelnde Berliner: 3:1-Sieg im ersten DEL-FinalspielZur Großansicht
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Jubelnde Berliner: 3:1-Sieg im ersten DEL-Finalspiel

Hamburg - Die Eisbären Berlin haben einen wichtigen Auswärtssieg im ersten Spiel der DEL-Finalserie gefeiert. Das Team um Kapitän André Rankel gewann bei den Kölner Haien 4:2 (1:0, 1:1, 2:1) und machte damit einen ersten Schritt in Richtung neunter DEL-Meisterschaft, es wäre die dritte in Serie. Spiel zwei der "Best-of-five"-Serie steigt am Dienstag (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Berlin.

Die Gäste aus Berlin bestimmten vor 18.336 Zuschauern das erste Drittel deutlich. 21:5 Schüsse standen nach 20 Minuten aus Sicht der Eisbären zu Buche, es wäre deutlich mehr als die knappe 1:0-Führung möglich gewesen. Zumal das Tor durch einen Patzer von KEC-Verteidiger Moritz Müller eingeleitet wurde, der im eigenen Drittel einen Fehlpass spielte. Playoff-Topscorer Jullian Talbot nutzte die Chance und erzielte seinen bereits fünften Treffer (10. Minute).

Berlin hatte 2008 gegen Köln gewonnen

Das zweite Drittel bestimmte dann Köln, Andreas Falk erzielte bereits in der 23. Minute den Ausgleich. Doch Berlin schlug zurück, erneut unter Mithilfe des Gegners. Kölns Verteidiger Björn Krupp, Sohn von Trainer Uwe Krupp, rutschte hinter dem Tor aus, Travis James Mulock (39.) traf zur erneuten Eisbären-Führung.

Die Entscheidung zu Gunsten Berlins fiel im Schlussabschnitt glücklich. Dabei spielte Darin Olver (47.), von hinter dem Tor kommend, den Puck gegen das Bein von Marco Sturm, von wo er ins Kölner Tor absprang. Der KEC drängte auf den erneuten Anschluss, blieb aber selbst in der einzigen Überzahl-Situation (53.) ohne Tor. In den letzten Minuten nahm Trainer Krupp Torhüter Danny aus den Birken vom Eis, Falk (60.) erzielte mit seinem zweiten Treffer das 2:3.

Doch der Ausgleich fiel nicht mehr, stattdessen traf Rankel (60.) zum 4:2. Es war ein sogenannter technischer, da Rankel auf dem Weg zum leeren Tor klar gefoult worden war - und so nur den Pfosten getroffen hatte. Die Kölner Fans protestierten wild und warfen Flaschen und andere Gegenstände aufs Eis.

Es ist erst das zweite Mal, dass Berlin und Köln in einem DEL-Endspiel gegeneinander spielen. Das erste Finale hatten die Eisbären 2008 3:1 gewonnen, eine Wiederholung erscheint möglich.

leh

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insgesamt 3 Beiträge
mori1982 14.04.2013
für diesen Sport! War sehr spannend von Anfang bis Ende und mal hat die eine Seite Aufwind, dann wieder die andere Seite. Bis zu den letzten Sekunden war alles möglich. Bin gespannt auf Dienstag!
für diesen Sport! War sehr spannend von Anfang bis Ende und mal hat die eine Seite Aufwind, dann wieder die andere Seite. Bis zu den letzten Sekunden war alles möglich. Bin gespannt auf Dienstag!
e_d_f 14.04.2013
...hat heute weniger Fehler gemacht und deswegen (leider) verdient gewonnen. Das muss man anerkennen!
...hat heute weniger Fehler gemacht und deswegen (leider) verdient gewonnen. Das muss man anerkennen!
tumte 14.04.2013
...ihren 9.titel werden die eisbären allerdings erst in zwei jahren gewinnen...
...ihren 9.titel werden die eisbären allerdings erst in zwei jahren gewinnen...
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  • Sonntag, 14.04.2013 – 17:04 Uhr
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Eishockey-Glossar
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Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe 4, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

Die Meister der Deutschen Eishockey-Liga
Jahr Verein
2012 Eisbären Berlin
2011 Eisbären Berlin
2010 Hannover Scorpions
2009 Eisbären Berlin
2008 Eisbären Berlin
2007 Adler Mannheim
2006 Eisbären Berlin
2005 Eisbären Berlin
2004 Frankfurt Lions
2003 Krefeld Pinguine
2002 Kölner Haie
2001 Adler Mannheim
2000 München Barons
1999 Adler Mannheim
1998 Adler Mannheim
1997 Adler Mannheim
1996 Düsseldorfer EG
1995 Kölner Haie




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