DEL: Rüpel Daschner stellt Strafenrekord auf

Foulen, pöbeln, schlagen: Eishockeyspieler Stephan Daschner hat eine unsportliche Leistung hingelegt, wie es sie in der DEL zuvor noch nicht gegeben hat. Der Profi der Hannover Scorpions kassierte im Spiel gegen Straubing 59 Strafminuten - ein Ligarekord.

Eishockey-Profi Daschner (r.): 59 Strafminuten in einem Spiel Zur Großansicht
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Eishockey-Profi Daschner (r.): 59 Strafminuten in einem Spiel

Hamburg - Zwei Drittel lang spielte Stephan Daschner unauffällig, dann tickte der Eishockeyspieler der Hannover Scorpions aus. Der Verteidiger von foulte, pöbelte und schlug um sich - und wurde entsprechend bestraft. 59 Strafminuten bekam Daschner - und stellte damit einen neuen Strafenrekord in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf.

Der bisherige Negativ-Rekordhalter war Nathan Robinson mit 54 Minuten. Diese Strafe hatte er im Trikot der Eisbären Berlin in der Partie bei den Augsburger Panthern in der Saison 2008/2009 erhalten.

Der Auslöser für die Rekordstrafe Daschners war eine Zweiminuten-Strafe wegen Behinderung. Da waren bereits neun Minuten im dritten Drittel gespielt. Daraufhin reklamierte der Verteidiger zweimal heftig von der Strafbank aus, so dass das Schiedsrichtergespann Simon Aicher und Daniel Piechaczek eine zehnminütige Disziplinarstrafe verhängte.

Weil Daschner nicht aufhörte zu schimpfen, bekam er zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe aufgebrummt. Auf dem Weg in die Kabine schlug er wütend mit dem Schläger in Richtung der Zuschauer. Das brachte ihm außerdem eine Matchstrafe ein. Im zweiten Drittel hatte Daschner bereits zwei Minuten auf der Strafbank verbracht.

Straubing gewann die Partie 2:1 und liegt in der Tabelle auf Rang sechs, zwei Plätze vor Hannover.

leh/dpa

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2013 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2012 Eisbären Berlin (3:2 gegen Mannheim)
2011 Eisbären Berlin (3:0 gegen Wolfsburg)
2010 Hannover Scorpions (3:0 gegen Augsburg)
2009 Eisbären Berlin (3:1 gegen Düsseldorf)
2008 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2007 Adler Mannheim (3:0 gegen Nürnberg)
2006 Eisbären Berlin (3:0 gegen Düsseldorf)
2005 Eisbären Berlin (3:0 gegen Mannheim)
2004 Frankfurt Lions (3:1 gegen Berlin)
2003 Krefeld Pinguine (3:2 gegen Köln)
2002 Kölner Haie (3:2 gegen Mannheim)
2001 Adler Mannheim (3:1 gegen München)
2000 München Barons (3:1 gegen Köln)
1999 Adler Mannheim (3:2 gegen Nürnberg)
1998 Adler Mannheim (3:1 gegen Berlin)
1997 Adler Mannheim (3:0 gegen Kassel)
1996 Düsseldorfer EG (3:1 gegen Köln)
1995 Kölner Haie (3:2 gegen Landshut)

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Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.