DEL-Finale: Lehoux lässt Mannheim von der Meisterschaft träumen

Zwei Matchbälle für Mannheim: Die Adler haben das dritte Spiel im DEL-Finale gegen die Eisbären Berlin gewonnen. Beide Tore für die Gäste erzielte Yannick Lehoux. Damit kann Mannheim schon am Sonntag im Heimspiel die Meisterschaft gewinnen.

Mannheims Arendt (l.): Sieg im dritten Finalsieg gegen Berlin Zur Großansicht
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Mannheims Arendt (l.): Sieg im dritten Finalsieg gegen Berlin

Hamburg - Die Adler Mannheim sind nur noch einen Schritt vom sechsten Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) entfernt. Das Team von Trainer Harold Kreis setzte sich im dritten Spiel des Finals bei Titelverteidiger Eisbären Berlin 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) durch. Damit führt Mannheim in der "best-of-five"-Serie 2:1. Bereits am Sonntag (16.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) können die Adler mit einem Sieg in eigener Halle die Meisterschaft perfekt machen und sich zum alleinigen DEL-Rekordchampion krönen.

Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Berliner Arena hatte Kapitän Richard Regehr (11. Minute) die Eisbären in Führung gebracht, ehe Yanick Lehoux mit einem Doppelpack (37./50.) das Spiel drehte.

"Wir wussten, dass wir ein Spiel in Berlin gewinnen müssen. Das ist ein Schritt, aber noch nicht der endgültige Schritt", sagte Lehoux. "Jetzt müssen wir uns zusammenreißen und in Mannheim gewinnen, sonst ist es vorbei. Wir müssen die Ruhe bewahren und locker in die Sache gehen", sagte Eisbären-Stürmer Florian Busch.

Siegtreffer in Überzahl

Die Gäste aus Mannheim präsentierten sich zwei Tage nach dem 4:1-Sieg über Berlin zunächst in Spiellaune. Die personell gebeutelten Eisbären, denen die Leistungsträger Stefan Ustorf, Denis Pedersen (beide verletzt) und André Rankel (Sperre) fehlten, setzten große Kampf- und Laufbereitschaft entgegen. Die 1:0-Führung war dennoch etwas glücklich, zumal Adler-Goalie Freddy Brathwaite beim Gegentreffer nicht gut aussah. Allerdings rettete der Kanadier kurz vor der ersten Pause mit einer starken Parade gegen James Sharrow.

Auch im Mitteldrittel blieb die Partie hart umkämpft, aber überwiegend fair. Die Mannheimer besaßen die besseren Chancen, allerdings reagierte Eisbären-Torhüter Rob Zepp einige Male glänzend. Beim Ausgleichstreffer, dem ein Fehler von Travis James Mulock vorausging, war der Nationaltorhüter jedoch chancenlos.

Im Schlussdrittel sorgte ein Foul von Berlins Stürmer Jonathan Sim an Marcus Kink für Aufsehen. Sim bekam wegen hohen Stocks eine Fünf-Minuten-Strafe, die Adler nutzten die Überzahl zum 2:1 - der Endstand.

In der DEL-Geschichte standen sich die beiden Clubs bislang in zwei Finalserien gegenüber, von denen sowohl die Adler (1998) als auch die Eisbären (2005) jeweils eine gewannen.

leh/sid

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Eishockey-Glossar
Getty Images
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

Die Meister der Deutschen Eishockey-Liga
Jahr Verein (Ergebnis und Gegner)
2013 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2012 Eisbären Berlin (3:2 gegen Mannheim)
2011 Eisbären Berlin (3:0 gegen Wolfsburg)
2010 Hannover Scorpions (3:0 gegen Augsburg)
2009 Eisbären Berlin (3:1 gegen Düsseldorf)
2008 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2007 Adler Mannheim (3:0 gegen Nürnberg)
2006 Eisbären Berlin (3:0 gegen Düsseldorf)
2005 Eisbären Berlin (3:0 gegen Mannheim)
2004 Frankfurt Lions (3:1 gegen Berlin)
2003 Krefeld Pinguine (3:2 gegen Köln)
2002 Kölner Haie (3:2 gegen Mannheim)
2001 Adler Mannheim (3:1 gegen München)
2000 München Barons (3:1 gegen Köln)
1999 Adler Mannheim (3:2 gegen Nürnberg)
1998 Adler Mannheim (3:1 gegen Berlin)
1997 Adler Mannheim (3:0 gegen Kassel)
1996 Düsseldorfer EG (3:1 gegen Köln)
1995 Kölner Haie (3:2 gegen Landshut)