Deutsche Eishockey-Liga: Nürnberg siegt im "Winter Game"

50.000 Zuschauer waren zum ersten Freiluft-Spiel in der DEL gekommen - und sie wurden nicht enttäuscht. Nach einem packenden Schlussdrittel gewann Gastgeber Nürnberg gegen Berlin. Für Probleme sorgte nur der Nieselregen.

"Winter Game": 50.000 Zuschauer, sieben Tore Fotos
Getty Images

Hamburg - Die Nürnberg Ice Tigers haben das erste Freiluft-Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gewonnen. Im "Winter Game" besiegte der Gastgeber vor etwa 50.000 Zuschauern im Stadion Nürnberg den deutschen Meister Eisbären Berlin 4:3 (0:0, 1:1, 3:2). Die Ice Tigers konnte sich in der Mitte des Schlussdrittels durch einen Doppelpack vonKapitän Patrick Reimer (47.) und Jason Jaspers (54.) entscheidend absetzen. Berlin kam durch T.J. Mulock nur noch zum Anschlusstreffer (60.). Nürnberg verbesserte sich durch den Erfolg auf Tabellenplatz sieben, Berlin ist Fünfter.

"Das war richtig geil und hat riesigen Spaß gemacht. Auch wenn das Wetter nicht ganz gestimmt hat", sagte Torschütze Schüle. Sein Trainer Bengt-Ake Gustafsson meinte: "Nach dem Spiel kann ich die Stimmung genießen, während des Spiels war ich zu fokussiert. Letztlich gibt es für diesen Sieg aber auch nur drei Punkte."

Bei anhaltendem Nieselregen hatte Connor James (33.) die Ice Tigers in Überzahl in Führung gebracht, Florian Busch zwei Sekunden vor dem Ende des zweiten Spielabschnitts ausgeglichen. Nur 27 Sekunden nach dem erneuten Nürnberger Führungstreffer von Verteidiger Tim Schüle (43.) stellte Berlins Kapitän André Rankel erneut den zwischenzeitlichen Gleichstand her (43.).

So sehr sich die Spieler auf ihren Auftritt vor der gewaltigen Kulisse gefreut hatten, so sehr hatten sie auch mit den Bedingungen zu kämpfen. Der Regen setzte sich auf den Visieren fest, er machte vor allem auch die Oberfläche des sieben Zentimeter dicken Eis sehr stumpft. Der Puck blieb nicht so gut wie sonst am Schläger haften, er rutschte nicht so gut wie gewohnt über das Eis, manchmal holperte er.

Das "Winter Game" sorgte für einen neuen Europa-Rekord für ein Liga-Freiluftspiel. Die bisherige Bestmarke von 36.644 Besuchern war am 5. Februar 2011 im Olympiastadion von Helsinki beim Stadtduell zwischen Jokerit und HIFK aufgestellt worden.

Nürnberg Ice Tigers - Eisbären Berlin 4:3 (0:0, 1:1, 3:2)
1:0 James (32:42)
1:1 Busch (39:58)
2:1 Schüle (42:05)
2:2 Rankel (42:32)
3:2 Reimer (46:19)
4:2 Jaspers (53:47)
4:3 Mulock (59:13)
Schiedsrichter: Brüggemann/Piechaczek
Zuschauer: 50.000
Strafminuten: Nürnberg 6 - Berlin 6

leh/sid

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insgesamt 19 Beiträge
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1.
Hubatz 05.01.2013
Konnte man dort als Zauschauer überhaupt was erkennen auf dem Feld? Immerhin war der Abstand ja recht weit...
2.
Stäffelesrutscher 05.01.2013
Zitat von sysopDPA50.000 Zuschauer waren zum ersten Freiluft-Spiel in der DEL gekommen - und sie wurden nicht enttäuscht. Nach einem packenden Schlussdrittel gewann Gastgeber Nürnberg gegen Berlin. Für Probleme sorgte nur der Nieselregen. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/del-nuernberg-gewinnt-winter-game-gegen-berlin-a-875958.html
Wie haben die das bloß früher gemacht, als in Riessersee, Landshut, Kaufbeuren, Füssen usw. noch »offen« gespielt wurde?
3. tolles Spiel
satanos68 05.01.2013
erst mal, ja man konnte was sehen. dieses Erlebnis dabei gewesen zu sein und die tolle Atmosphäre eines Open Air zu erleben kann dem der dabei war niemand nehmen. Zur Stimmung im Stadion ist nur soviel zu sagen. Die Fans der Eisbären waren IMMER zu hören. Die Fans der Tigers hingegen nur bei den Toren. *g*
4.
TommyJohnson 05.01.2013
Zitat von HubatzKonnte man dort als Zauschauer überhaupt was erkennen auf dem Feld? Immerhin war der Abstand ja recht weit...
Zumal die Easy-Credit-Arena, oder wie immer das Ding heute heißt, ja auch noch eine Laufbahn hat. Also sitzt man noch mal etwas weiter weg. In meinen Augen ist so ein Match ein Marketing-Gag. Ganz nett, weil man bei einem Zuschauerrekord dabei war, aber schnell vergessen und wahrscheinlich ist jeder normale Fan und Stammzuschauer froh, das nächste Match wieder in der Halle zu sehen.
5. hat sich gelohnt
Julia_B 05.01.2013
Also ich muss sagen, der Besuch beim Winter Game hat sich wirklich gelohnt. Ok, zugegebenermaßen im Eishockeystadion sieht man mehr vom Spiel, es war doch recht weit weg, aber die Stimmung war super und es war schön zu sehen, dass so viele Menschen begeistert dabei waren!
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Winter Game: 50.000 Eishockey-Fans im Fußballstadion

Eishockey-Glossar
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.
Die Meister der Deutschen Eishockey-Liga
Jahr Verein (Ergebnis und Gegner)
2014 ERC Ingolstadt (4:3 gegen Köln)
2013 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2012 Eisbären Berlin (3:2 gegen Mannheim)
2011 Eisbären Berlin (3:0 gegen Wolfsburg)
2010 Hannover Scorpions (3:0 gegen Augsburg)
2009 Eisbären Berlin (3:1 gegen Düsseldorf)
2008 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2007 Adler Mannheim (3:0 gegen Nürnberg)
2006 Eisbären Berlin (3:0 gegen Düsseldorf)
2005 Eisbären Berlin (3:0 gegen Mannheim)
2004 Frankfurt Lions (3:1 gegen Berlin)
2003 Krefeld Pinguine (3:2 gegen Köln)
2002 Kölner Haie (3:2 gegen Mannheim)
2001 Adler Mannheim (3:1 gegen München)
2000 München Barons (3:1 gegen Köln)
1999 Adler Mannheim (3:2 gegen Nürnberg)
1998 Adler Mannheim (3:1 gegen Berlin)
1997 Adler Mannheim (3:0 gegen Kassel)
1996 Düsseldorfer EG (3:1 gegen Köln)
1995 Kölner Haie (3:2 gegen Landshut)