DEL-Playoffs Meister Berlin schon wieder im Finale

Die Eisbären Berlin werden zu Stammgästen im DEL-Endspiel. Der deutsche Eishockeymeister setzte sich gegen die Hannover Scorpions locker durch. Im zweiten Halbfinale fehlt Düsseldorf noch ein Erfolg gegen den Erzrivalen.


Berlin - Die Eisbären feierten beim 5:3 (1:0, 3:0, 1:3) gegen die Hannover Scorpions den siebten Playoff-Sieg in Folge und setzten sich gegen die Niedersachsen in der Serie "Best-of-five" klar mit 3:0 durch. Im ersten Drittel hatten die Berliner vor 5000 Fans im ausverkauften Wellblechpalast noch Mühe mit den Gästen. Erst 58 Sekunden vor der ersten Pause ging die Mannschaft von Trainer Pierre Page durch das dritte Playoff-Tor von Denis Pederson in Führung. Im zweiten Abschnitt sorgten Mark Beaufait (23.) und Kapitän Stefan Ustorf (24.) mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung, in der 40. Minute traf Derrick Walser zum 4:0.

Eisbären-Profis DuPont (l.), Walser (r.), Felski (hinten): Stammgäste im Finale
DPA

Eisbären-Profis DuPont (l.), Walser (r.), Felski (hinten): Stammgäste im Finale

Nach dem ersten Scorpions-Treffer von Mike Green nach sieben Sekunden im dritten Drittel stellte erneut Pederson den alten Abstand wieder her (41.). Die Hannoveraner Treffer von Marty Murray (53.) und Patrick Köppchen (59.) waren nur noch Kosmetik. Für den Vorrunden-Siebten, der überraschend durch einen Sieg im siebten Spiel in Ingolstadt wie in der Saison 2000/01 ins Halbfinale eingezogen war, ist die Saison damit beendet.

Die DEG Metro Stars haben nach dem 6:1 (2:1, 2:0, 2:0) gegen Köln und einem 2:1-Stand nun am Donnerstag in der Köln-Arena (19.30 Uhr/live bei Premiere) die besten Chancen, den Berlinern zu folgen und erstmals nach zehn Jahren wieder in die Endspielserie einzuziehen. Überragender Spieler der DEG war Tore Vikingstad mit drei Toren. Vor 10.217 Zuschauern an der Brehmstaße im 169. rheinischen Derby erwischten zunächst die Gäste den besseren Start und gingen schon in der 5. Minute durch Jeremy Adduono in Führung. Nach 10 Minuten fing sich das Team von Trainer Hans Zach aber innerhalb kurzer Zeit sechs Strafzeiten und spielte fast sieben Minuten lang in Unterzahl.

Die Düsseldorfer schlugen daraus aber zunächst kein Kapital und blieben sogar in drei 5:3-Situationen ohne Treffer. Erst im vierten Versuch mit zwei Spielern mehr auf dem Eis gelang Vikingstad der Ausgleich (18.). Weil zu diesem Zeitpunkt sogar drei Kölner auf der Strafbank saßen, durften die Metro Stars weiter mit fünf gegen drei spielen, und nur 29 Sekunden später war erneut Vikingstad zum 2:1 zur Stelle (19.). Für den Norweger waren es bereits die Playoff-Treffer Nummer vier und fünf.

Im zweiten Drittel bauten die Düsseldorfer ihre Führung durch Treffer von Chris Ferraro (24.) und Fabian Brännström (27.) aus, und die Kölner schwächten sich weiter selbst. Nationalspieler Tino Boos handelte sich in der 35. Minute wegen eines Kopfstoßes eine Matchstrafe ein und wird den Haien damit auch am Donnerstag im wichtigen vierten Spiel fehlen. Danach traf der überragende Vikingstad erneut im Powerplay (51.), den Schlusspunkt setzte Peter Ferraro (55.).

goe/sid



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