Hamburg - Andreas Birnbacher, Arnd Peiffer und Simon Schempp standen schon erwartungsvoll hinter der Franzosen-Staffel zur Jubelfeier mit Schlussläufer Erik Lesser - doch dann war die Konkurrenz schneller. Am Ende reichte es beim Heimweltcup in Ruhpolding nur für Platz vier, 21 Sekunden Rückstand hatte das DSV-Team auf die Spitze. Den Sieg sicherte sich Frankreich vor Norwegen und Österreich.
Bundestrainer Mark Kirchner sah den Auftritt seines Quartetts über die 4 x 7,5 Kilometer "durchaus positiv", auch wenn es in Bestbesetzung das Podest knapp verpasst hatte. "Aber wir haben gesehen, dass wir absolut konkurrenzfähig sind", sagte Kirchner. Lesser, der erstmals als Schlussläufer eingesetzt wurde, mache niemand Vorwürfe: "Am Ende haben ihm auf der letzten halben Runde die Körner gefehlt. Dafür ist er das erste Mal im Weltcup dabei, und lernt noch dazu", sagte Kirchner. "Die Erwartungshaltung an mich war riesig. Da ging bei mir gar nichts mehr", sagte Lesser nach dem Rennen.
Lediglich drei Schießfehler leistete sich das deutsche Quartett, zwei durch Startläufer Schempp, einen durch den an Position drei laufenden Pfeiffer, der Lesser als Viertplatzierten ins Rennen schickte. Mit dem Franzosen Martin Fourcade und Emil Hegle Svendsen aus Norwegen hatte Lesser aber im direkten Duell die schwerste Aufgabe des Abends vor sich. Zudem stürzte der 24-Jährige in der Anfahrt zum ersten Schießen.
Auch Michael Greis zollte seinen einstigen Teamkollegen im vorletzten Staffel-Rennen vor der Weltmeisterschaft in Nove Mesto Respekt. "Eine starke Leistung. Das ist zwar schade, aber kein Beinbruch", sagte der dreimalige Olympiasieger.
kha/dpa/sid
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