Start in die 20. DEL-Saison: Gib mir Tiernamen!
Playoffs nach der Hauptrunde, keine Absteiger, selbst der Tabellenzehnte kann am Ende noch Meister werden: Die DEL-Grundlagen sind bekannt. Doch was genau ist die höchste deutsche Eishockey-Liga eigentlich? Und woher kommen die kuriosen Club-Namen? Fakten über eine außergewöhnliche Profiliga.
EHC 80 Nürnberg, Krefelder EV oder Schwenninger ERC: Was klingt wie Eishockey-Vereine einer deutschen Amateurklasse, sind in Wirklichkeit drei Gründungsmitglieder der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), der höchsten deutschen Spielklasse des Eishockeys. Besser bekannt sind diese Teams unter den Namen Thomas Sabo Ice Tigers, Krefelder Pinguine oder SERC Wild Wings.
Der Blick auf die Tabelle der DEL ähnelt schon seit 1994 eher dem Lageplan eines Tierparks. Hinter den teils kuriosen Namen verbergen sich seit dem Ligastart die Profimannschaften zahlreicher deutscher Eishockey-Traditionsvereine.
Den Krefelder EV gibt es beispielsweise schon seit 1939. Mitte der fünfziger Jahre wurden sie Deutscher Meister, 1977 Vizemeister. Der Verein war es auch, der 1994 als einziger von 21 Erst- und Zweitliga-Clubs gegen die DEL-Reform abstimmte, dennoch zog das Team unter dem Namen Krefelder Pinguine in die Liga ein.
Die DEL ist seither die erste deutsche Profiliga, die von einer Betriebsgesellschaft durchgeführt wird, der DEL Betriebs-GmbH. Sie ist ein Zusammenschluss der Clubs. Doch damit diese am Ligabetrieb teilnehmen können, müssen sie ihre Profi-Teams in Kapitalgesellschaften ausgliedern und Gesellschafter der Betriebsgesellschaft werden. Jedes Team ist also gleichzeitig eine Gesellschaft - mit einem Tier- oder Sponsorennamen.
Ihre Geburtsstunde hatte die Liga am 15. September 1994 im Curt-Frenzel-Stadion und der Partie Augsburger Panther gegen Maddogs München. Seitdem ist viel passiert in Deutschlands höchster Eishockeyliga.
Am Abend startet die DEL in ihre 20. Saison. Lesen Sie dazu hier bemerkenswerte Fakten, die man über diese Liga wissen sollte.
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| Die Meister der Deutschen Eishockey-Liga | |
| Jahr | Verein |
| 2013 | Eisbären Berlin |
| 2012 | Eisbären Berlin |
| 2011 | Eisbären Berlin |
| 2010 | Hannover Scorpions |
| 2009 | Eisbären Berlin |
| 2008 | Eisbären Berlin |
| 2007 | Adler Mannheim |
| 2006 | Eisbären Berlin |
| 2005 | Eisbären Berlin |
| 2004 | Frankfurt Lions |
| 2003 | Krefeld Pinguine |
| 2002 | Kölner Haie |
| 2001 | Adler Mannheim |
| 2000 | München Barons |
| 1999 | Adler Mannheim |
| 1998 | Adler Mannheim |
| 1997 | Adler Mannheim |
| 1996 | Düsseldorfer EG |
| 1995 | Kölner Haie |

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe 4, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.
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