Hamburg - Es ist ein Sportevent zwischen Faszination und Gefahr: Die Skiabfahrt auf der Kitzbüheler "Streif" gilt als eines der schwierigsten und gefährlichsten Rennen der Welt. Schnellster der diesjährigen Ausgabe war der Italiener Dominik Paris, der für die vereisten 3,3 Kilometer 1:57,56 Minuten brauchte. Der 23-Jährige war damit bei seinem zweiten Saisonsieg 0,13 Sekunden schneller als Weltmeister Erik Guay aus Kanada. Dritter wurde der Österreicher Hannes Reichelt (+0,36 Sekunden).
"Wer träumt nicht davon, in Kitzbühel zu gewinnen?", sagte Paris nach dem Rennen. "Das ist ein echter Karrierehöhepunkt, etwas ganz besonderes für einen Abfahrtsfahrer." Über die anstehende Weltmeisterschaft mache er sich jetzt noch keine Gedanken, "Kitzbühel ist Kitzbühel, sonst zählt gerade nichts", sagte der Südtiroler.
Der Deutsche Stephan Keppler (+2,67) verpasste die Top 25 und damit die verbandsinterne WM-Norm. Nach seinem elften Rang bei der Abfahrt von Bormio hätte Keppler erneut unter die besten 15 fahren müssen, um sich das Ticket für die Titelkämpfe zu sichern. Ob er dennoch bei der Weltmeisterschaft Schladming starten darf, muss der Verband entscheiden. "Klar, ich habe die Quali nicht ganz", sagte Keppler, "jetzt müssen die Trainer bewerten, wie sie meine Form sehen." Über die Teilnahme wird am Mittwoch entschieden. Alpindirektor Wolfgang Maier erklärte, er werde sich "für den Sportler einsetzen".
Vor blauem Himmel und der eindrucksvollen Kulisse der österreichischen Alpen gingen die 52 Fahrer auf die eisige Strecke. Marco Sullivan aus den USA startete als Erster - und zeigte sofort, mit welch anspruchsvollen Bedingungen die Athleten auf der harten und steilen Strecke zu kämpfen hatten.
Für einen Schreckmoment sorgte der Italiener Peter Fill. Als 13. Fahrer an den Start gegangen, verlor er nach einer Bodenwelle die Kontrolle, schoss ins Fangnetz und überschlug sich in der Luft mit gestrecktem Körper, bevor er hart auf dem Eis aufschlug. Kurze Zeit später konnte er jedoch ohne Hilfe wieder aufstehen. Das galt einige Starter später auch für den Franzosen Johan Clarey, der sich zu Beginn der Traverse zu weit nach links geneigt hatte. Er blieb in den Fangnetzen liegen, konnte die Piste aber unverletzt verlassen.
psk/dpa/sid
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Wintersport | RSS |
| alles zum Thema Ski alpin | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH