Biathlet Schipulin Im Weltcup dabei, für Olympia gesperrt

Bei der Olympia-Generalprobe lief Anton Schipulin auf das Podium. Nun weiß der Biathlet, dass er bei den Spielen in Pyeongchang nicht an den Start gehen darf. Grund ist seine Verwicklung ins russische Staatsdoping.

Anton Schipulin
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Anton Schipulin


Der russische Biathlet Anton Schipulin, Staffel-Olympiasieger 2014, darf ebenso wie der sechsmalige Shorttrack-Olympiasieger Viktor Ahn und der zweimalige Skilanglauf-Weltmeister Sergej Ustjugow nicht bei den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) an den Start gehen. Wie das russische Olympia-Komitee ROC mitteilte, wurde das Trio von der Kandidatenliste für einen Start unter neutraler Flagge gestrichen, weil es in den Skandal um das Staatsdoping verwickelt gewesen sei.

Schipulin liegt im Gesamtweltcup auf dem vierten Rang, er stand in dieser Saison bisher dreimal auf dem Podest und hätte nach Platz drei im Verfolgungsrennen in Antholz am vergangenen Wochenende zum erweiterten Favoritenkreis in Pyeongchang gehört. Für Ahn, in Südkorea geboren, wäre eine Teilnahme ein emotionaler Höhepunkt gewesen, nun droht ihm die Aberkennung seiner drei bei den Spielen in Sotschi errungenen Goldmedaillen.

Der Biathlon-Weltverband IBU zeigte sich überrascht von der Entwicklung um Schipulin. "Das ist alles neu für mich und wir haben diese Info nicht", sagte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch. Der Weltverband geht davon aus, dass die Entscheidung noch gar nicht gefallen ist.

Anfang Dezember hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) das ROC wegen systematischen Dopings von den Winterspielen ausgeschlossen, sauberen russischen Sportlern unter bestimmten Bedingungen aber einen Start unter olympischer Flagge und Hymne in Aussicht gestellt.

krä/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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mayak 23.01.2018
1.
Wahnsinn, IOC-Zirkus geht weiter... Die sind jetzt so weit potenzielle Medaliengewinner auszuschalten. Keiner von den gennanten wurde nie mit der Doplng in Verbindung gebracht. Ach, Stopp! Die sind Russen!!! Ohne Worte, wer soll diese farblose, traurige Veranschtaltung, namens Olimpia schauen? Skaaandal!
Rüdiger IHLE, Dresden 24.01.2018
2. Wenn man sich nicht erst seit gestern für Ausdauersportarten ..
... wie Biathlon interessiert, dann weiss man auch um das staatlich organisierte Doping in der UdSSR und allen GUS-Nachfolgestaaten seit den 60er Jahren, vermittels welchem die sauberen Sportler aus aller Welt betrogen wurden. Und wenn nun Schipulin nicht zu Olympia fahren darf, dann trifft es bestimmt nicht den Falschen .!
selbständigdenkender 24.01.2018
3. @ #2 Rüdiger Ihle
Ihre Schlussfolgerung weiterdenkend, müssten wir aus den Erfahrungen des DDR-Staatsdopings und den Freiburger Doping Erkenbtnissen das Gleiche über unsere Sportler sagen. Schon interessante und äußerst populistische Meinungsäußerung, die Sie da vertreten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie in die Situation geraten, nur aufgrund von Vermutungen und Annahmen, ohne belegbare Beweise, verurteilt zu werden.
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