Verstoß gegen Anti-Doping-Regeln Langlauf-Star Sundby verliert Tour-Gesamtsieg

Ein Asthmamittel wurde ihm zum Verhängnis: Der Norweger Martin Johnsrud Sundby verliert seinen Gesamtsieg im Langlauf bei der Tour de Ski 2015.

Martin Johnsrud Sundby
AFP

Martin Johnsrud Sundby


Der norwegische Langlauf-Star Martin Johnsrud Sundby verliert seinen Gesamtsieg bei der Tour de Ski 2015. Der Internationale Sportgerichtshof Cas sperrte Sundby für zwei Monate ab dem 11. Juli 2016. Außerdem erkannte er die Ergebnisse vom Weltcuprennen am 13. Dezember 2014 in Davos und der Tour-de-Ski-Etappe vom 8. Januar 2015 in Toblach ab.

Bei beiden Rennen war Sundby positiv auf das Asthmamittel Salbutamol getestet worden. Die Anwendung in geringen Dosen stellt zwar seit 2011 keinen Doping-Verstoß mehr dar. Sie hätte jedoch bei einer Dopingkontrolle angegeben werden müssen.

Der Cas stellte fest, dass Sundby eine besondere Ausnahmegenehmigung benötigt hätte. In einer Mitteilung des Internationalen Ski-Verbands Fis hieß es: "Die Fis teilt die Ansicht des Cas, wonach Martin Johnsrud Sundby nicht als Dopingsünder anzusehen ist, seine Strafe aber ein Resultat der strikten Anwendung der Anti-Doping-Regeln entspricht."

"Das ist ein völlig unvernünftiges Urteil, das auf mich zurückfällt", sagte Sundby nach der Entscheidung. Es sei "völlig unmöglich, dieses Urteil zu akzeptieren", so der 31-Jährige.

Sundby, der schon seit seiner Kindheit unter Asthma leidet, treffe keine Schuld, sagte Norwegens Nationalmannschaftsarzt Knut Gabrielsen nun bei einer Pressekonferenz in Oslo. Er habe die Regeln falsch verstanden.

Sundbys Sperre beginnt rückwirkend am 11. Juli 2016, zum Start des WM-Winters ist der Skandinavier somit wieder startberechtigt.

luk/mon/dpa/sid

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