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19. Februar 2013, 10:43 Uhr

Nordische Ski-WM

Deutsche Athleten sollen sechs Medaillen holen

Vor zwei Jahren gewann Kombinierer Eric Frenzel das einzige Gold, nun hofft der Deutsche Skiverband auf mehr: Auch die Skispringer um Richard Freitag und die Langlauf-Staffeln sollen bei der Nordischen Ski-WM in Val di Fiemme Medaillen sammeln.

Hamburg - Skispringer Richard Freitag in Topform, Kombinierer Eric Frenzel als Titelverteidiger, nur die Langläufer hinken ein wenig hinterher: Nach einem starken Winter mit Weltcup-Siegen in allen drei Bereichen geht der Deutsche Skiverband (DSV) selbstbewusst in die 49. Nordische Ski-WM in Val di Fiemme (20. Februar bis 2. März, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Sechs Podestplätze erwartet der Verband von seinen Athleten.

"Wir möchten Medaillen in allen drei Bereichen: Skisprung, Skilanglauf und Kombination. Wie die sich verteilen, werden wir sehen", sagt DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller. Bei der WM 2011 in Oslo hatten deutsche Athleten achtmal auf dem Podest gestanden, Kombinierer Eric Frenzel hatte die einzige Goldmedaille gewonnen.

Frenzel seht auch für die WM in Italien ganz oben auf Pfüllers Liste. "Das drängt sich durch die Ergebnisse dieser Saison geradezu auf. Frenzel und Edelmann haben gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören", sagt Pfüller. Titelverteidiger Frenzel trägt derzeit das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters. 2011 hatten die deutschen Kombinierer sogar sechs von acht möglichen Medaillen geholt.

"Man kann fast nicht erwarten, dass wir das wiederholen", sagt Frenzel: "Mein Ziel ist es daher, gut abzuschneiden und, wenn alles optimal läuft, auch meinen Titel zu verteidigen. Ich weiß, dass an diesem einen Tag alles passen muss, um Weltmeister zu werden."

Langlauf-Team wird von Biathletin Gössner verstärkt

Chancen sieht Pfüller auch im Skispringen. "Wir haben drei Athleten, die in der Lage sind, nach vorne zu springen: Richard Freitag, Severin Freund und Michael Neumayer. Das stimmt uns vor allem mit Blick auf die Team-Wettbewerbe sehr zuversichtlich", sagte der Funktionär. Bundestrainer Werner Schuster ist ein wenig bescheidener, er peilt auf den Schanzen in Predazzo mindestens eine Medaille an. "Mein persönliches Traumziel wären aber zwei", sagt der Österreicher.

Wo das Team diese Medaillen gewinne, sei Schuster egal. "Zwei im Einzel wären genauso gut wie zwei im Team. Ich würde sogar eine im Mixed dazurechnen", sagt er. Der neue Wettbewerb mit zwei Männern und zwei Frauen feiert in Italien WM-Premiere.

Eher mit gedämpften Erwartungen gehen die Langläufer mit dem neuen Bundestrainer Frank Ullrich in die Weltmeisterschaft. Der Nachfolger von Jochen Behle habe zwar laut Pfüller "bereits einige positive Dinge bewirkt". Doch mit Petter Northug und Dario Cologna bei den Männern sowie Marit Björgen und Justyna Kowalczyk bei den Frauen gebe es Weltstars, die kaum zu schlagen seien. Im Einzel werde es deshalb schwer, "vorne reinzulaufen. Aber in der Staffel ist wieder eine Medaille drin", sagt Pfüller. Dort ruhen die Hoffnungen auf Biathletin Miriam Gössner, die das Team der Frauen verstärkt.

psk/sid

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