DEL-Playoffs: Eisbären Berlin machen Titel-Hattrick perfekt

Was für eine Erfolgsserie: Bereits zum dritten Mal in Folge haben sich die Eisbären Berlin die DEL-Meisterschaft gesichert. Im vierten Spiel gegen die Kölner Haie siegte der neue und alte Champion souverän.

Eisbären-Profis Locke (r.), Foy: Meisterhafte Berliner Zur Großansicht
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Eisbären-Profis Locke (r.), Foy: Meisterhafte Berliner

Hamburg - Die Eisbären Berlin sind Deutscher Eishockey-Meister. Dank eines 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)-Siegs im vierten Spiel der "Best of Five"-Finalserie gegen die Kölner Haie feierte der Hauptstadtclub den vorzeitigen Titelgewinn. Es ist nach den Triumphen 2011 und 2012 bereits die dritte Meisterschaft in Folge für die Eisbären.

Corey Locke hatte die Berliner mit einem Penalty im ersten Drittel in Führung gebracht (9. Minute), Rok Ticar glich zunächst für die Haie aus (25.), ehe Julian Talbot (32./47.) und James Mulock (35.) erneut für die Eisbären trafen.

"Es war gut, in Führung zu gehen, um ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen", sagte Eisbären-Verteidiger Frank Hördler. Sein Mannschaftskollege Florian Busch fügte hinzu: "In so einer Halle Meister zu werden, davon träumt jeder Sportler."

Das erste Duell in der Finalserie hatten die Eisbären 4:2 in Köln gewonnen, ehe die Haie mit dem 3:1 in Berlin den Ausgleich schafften. Im dritten Spiel siegten dann wieder die Eisbären.

"Es ist Zeit, den Eisbären Berlin zu gratulieren", sagte Haie-Trainer Uwe Krupp nach der Schlusssirene. Der langjährige NHL-Profi Marco Sturm räumte ein: "Die haben die Chancen besser genutzt als wir. Wir waren die ersten drei Spiele vielleicht besser, die waren cleverer."

Haie machen sich mit Strafzeiten das Leben schwer

Die Berliner waren im ersten Drittel das spielbestimmende Team, mit ihrem aggressiven Forechecking zwangen sie die Kölner immer wieder zu Fehlern. Die Haie machten sich das Leben durch unnötige Strafzeiten selbst schwer. Bei der 1:0-Führung hatten die Berliner aber Glück, als die Schiedsrichter nach einem Stockschlag gegen den frei aufs Tor laufenden Locke auf Penalty entschieden.

Danach hätten Mulock und Darin Olver das zweite Tor für den Rekordmeister (nun sieben Titel) erzielen müssen, doch Haie-Keeper Danny Aus den Birken hielt sein Team in dieser Phase mit starken Paraden im Spiel. Auch die Kölner suchten nun entschlossener den Abschluss, blieben aber zunächst glücklos.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild. Die Haie mit dem deutschen NHL-Rekordspieler Marco Sturm agierten zielstrebiger, der Ausgleichstreffer nach einem Traumpass von Schweden-Star Andreas Holmqvist war nur logisch. Doch erneut brachte ein Unterzahlspiel das Krupp-Team aus dem Rhythmus, das 1:2 durch einen Gewaltschuss von Talbot war die Folge. Die Berliner nutzten die Unsicherheit beim Gegner zum dritten Treffer nur drei Minuten später.

Die Aufholjagd der Gäste erhielt im Schlussdrittel einen Dämpfer, als Nationalspieler Moritz Müller nach einem nicht korrekten Einsatz gegen Eisbären-Torhüter Rob Zepp für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Sechseinhalb Minuten vor dem Ende holte Krupp erstmals seinen Torwart aus dem Tor, doch auch das nutzte nichts mehr.

bka/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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1. wenn
materialist 21.04.2013
Wenn man fast ein Drittel nur mit 4 Mann spielt gewinnt es sich halt schlecht.Im letzten Drittel war Köln ausserdem sehr schwach.Die Eisbären haben den Titel zurecht.
2.
kv29 21.04.2013
Der große Unterschied zwischen den beiden Mannschaften über die ganze Serie gesehen, war die Effizienz zu Gunsten der Eisbären, und deshalb sind sie der verdiente Meister. Glückwunsch nach Berlin.
3.
Crom 21.04.2013
Schade, hätte gern noch ein 5.Spiel gesehen. Die Kölner hatten in dieser Serie einfach nicht das notwendige Quentschen Glück, welches man auf so einem hohem Niveau braucht. Wenn man einmal 0:1 hinten liegt, wird's denn schwer, besonders dann wenn's ein unberechtigter Penalty war und nach dem 1:1 auch gleich das 1:2 gefallen ist. So musste man fast die ganze Zeit hinterher laufen und auf die Dauer geht das nicht gut.
4. Meistaaa
aviaeng 21.04.2013
Berlin war einfach effizienter und deutlich abgeklärter. Glückwunsch an den EHC, und das wo so viele Experten Berlin, zu Beginn, nur wenig Chancen einräumten! Allerdings, und das sollte man nicht vergessen, hat Köln eine Klasse Saison gespielt!
5.
tanzschule 21.04.2013
Zitat von aviaengBerlin war einfach effizienter und deutlich abgeklärter. Glückwunsch an den EHC, und das wo so viele Experten Berlin, zu Beginn, nur wenig Chancen einräumten! Allerdings, und das sollte man nicht vergessen, hat Köln eine Klasse Saison gespielt!
wegen der guten saison wurde köln wurde ja schon als meister gesehen. aber die eisbären waren am ende der saison die besseren/glücklicheren . ein erfreulicher tag für berliner sportfans.
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Eishockey-Glossar
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Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

Fotostrecke
Eishockey: Das bringt die neue DEL-Saison
Die Meister der Deutschen Eishockey-Liga
Jahr Verein (Ergebnis und Gegner)
2013 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2012 Eisbären Berlin (3:2 gegen Mannheim)
2011 Eisbären Berlin (3:0 gegen Wolfsburg)
2010 Hannover Scorpions (3:0 gegen Augsburg)
2009 Eisbären Berlin (3:1 gegen Düsseldorf)
2008 Eisbären Berlin (3:1 gegen Köln)
2007 Adler Mannheim (3:0 gegen Nürnberg)
2006 Eisbären Berlin (3:0 gegen Düsseldorf)
2005 Eisbären Berlin (3:0 gegen Mannheim)
2004 Frankfurt Lions (3:1 gegen Berlin)
2003 Krefeld Pinguine (3:2 gegen Köln)
2002 Kölner Haie (3:2 gegen Mannheim)
2001 Adler Mannheim (3:1 gegen München)
2000 München Barons (3:1 gegen Köln)
1999 Adler Mannheim (3:2 gegen Nürnberg)
1998 Adler Mannheim (3:1 gegen Berlin)
1997 Adler Mannheim (3:0 gegen Kassel)
1996 Düsseldorfer EG (3:1 gegen Köln)
1995 Kölner Haie (3:2 gegen Landshut)