Eishockeyfinale Eisbären verhindern Münchens Meisterparty - Entscheidung in Spiel sieben

München schien der Titel bereits sicher, doch die Eisbären haben im sechsten Spiel zurückgeschlagen: Die deutsche Meisterschaft im Eishockey geht ins Finale. Für Berlin wäre es ein historischer Erfolg.

Die Berliner Spieler freuen sich nach dem Schlusspfiff über den Sieg.
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Die Berliner Spieler freuen sich nach dem Schlusspfiff über den Sieg.


Die Fans der Eisbären Berlin hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Schon Minuten vor dem Ende des sechsten Finalduells in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) feierten sie ihre Mannschaft. In beeindruckender Weise bezwang der Hauptstadtklub den EHC Red Bull München 5:3 (1:1, 1:0, 3:2) und erzwang einen Showdown zum entscheidenden siebten Match am Donnerstag (19.30 Uhr, TV: Telekom Sport) in München.

"Die Jungs haben einen super Job gemacht, und jetzt freue ich mich riesig, dass wir ein siebtes Spiel bestreiten können", sagte Eisbären-Trainer Uwe Krupp: "Wir haben mit viel Energie gespielt und uns zurück in die Serie gekämpft. Ich bin stolz auf die Jungs." Die Berliner lagen gegen den Favoriten bereits 1:3 nach Spielen zurück, feierten aber mit dem ersten Heimsieg in dieser Finalserie ein Comeback.

Fans der Eisbären
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Fans der Eisbären

"Wir wollten einfach unser Spiel spielen, druckvoll und aggressiv", sagte Kapitän André Rankel: "Das ist uns besser gelungen als in den anderen Spielen zuvor." Nach den Toren von Louis-Marc Aubry (4. Minute), Nicholas Petersen (23.), Jamie MacQueen (41.), Daniel Fischbuch (45.) und Kai Wissmann (58.) kann der einstige Serienmeister nun im siebten Match den ersten Titel seit 2013 holen.

Es wäre ein historischer Erfolg: Die Berliner wären im Falle eines Sieges in der Geschichte der DEL die erste Mannschaft, die in einer Finalserie nach einem 1:3 noch den Titel gewinnt.

Die Treffer des Teams von EHC-Trainer Don Jackson durch Konrad Abeltshauser (9.), Mads Christensen (58.) und Patrick Hager (59.) änderte nichts an der Dominanz der Eisbären. München war an diesem Abend klar unterlegen. Der olympische Silbermedaillen-Gewinner Patrick Hager bemängelte, "in den entscheidenden Momenten nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen" gewesen zu sein.

Am Donnerstag gibt es nun entweder den ersten Titel-Hattrick in der DEL für München seit den Meisterschaften der Berliner zwischen 2011 und 2013. Oder die Eisbären ziehen nach Titel mit der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien gleich.

jan/dpa/sid



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
andreas13053 25.04.2018
1. Nun ja,
"Oder die Eisbären ziehen nach Titel mit der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien gleich." die Eisbären haben allerdings insgesamt 22 Meisterschaften. Das sind nun mal ein paar mehr, als die Altbiertrinker und Fischstäbchen auf ihrem Kopfbogen haben. Von den unzähligen Vize-Meisterschaften gar nicht zu reden.
coasttocoast 25.04.2018
2.
Zitat von andreas13053"Oder die Eisbären ziehen nach Titel mit der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien gleich." die Eisbären haben allerdings insgesamt 22 Meisterschaften. Das sind nun mal ein paar mehr, als die Altbiertrinker und Fischstäbchen auf ihrem Kopfbogen haben. Von den unzähligen Vize-Meisterschaften gar nicht zu reden.
Naja, davon waren aber dann 15 (?) aus einer Zeit, in der es mit Weißwasser genau einen Gegner gab, der aber eigentlich aus Staatsräson nicht gewinnen durfte, oder? ;)
andreas13053 25.04.2018
3. So, so,
Zitat von coasttocoastNaja, davon waren aber dann 15 (?) aus einer Zeit, in der es mit Weißwasser genau einen Gegner gab, der aber eigentlich aus Staatsräson nicht gewinnen durfte, oder? ;)
Dynamo durfte nicht gegen Dynamo gewinnen? Da müssen wir ja die Geschichtsbücher umschreiben. In meinen steht, dass Dynamo Weißwasser 25x Meister wurde.
senftenberg 25.04.2018
4. Nun ja
Ist es nicht ein bisschen arrogant - und unwissend -, die Meistertitel der Berliner mit den "Richtigstellung" nach unten drücken zu wollen, dass 15 Meistertitel aber von Dynamo waren? Ich erinnere mich, dass die Dynamos beachtliche Ergebnisse bei WM, EM und Olympia hatten als andere einfach nicht aus der Mittelklasse rauskamen.
kunibertus 25.04.2018
5. Während bei RB Leipzig
Hassgesänge auf den Retortenclub des österreichischen Brausefabrikanten angestimmt werden, stört das bei den Münchnern, die auch des Logo von Red Bull auf dem Trikot tragen offensichtlich niemanden. Tritt hier wieder der eigentlich von der Politik schon beerdigte West-Ost-Konflikt zu Tage? Immerhin hat RB Leipzig einem gestandenen westdeutschen Bundesligaklub einen Platz in der Champions League weggenommen und damit um größere Einnahmen gebracht.
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