Eishockey-Nationalmannschaft: NHL-Stars sind da, Freezers-Kapitän Barta ist weg

Der Olympia-Kader der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft ist komplett: Nach der Ankunft von sieben NHL-Profis hat Bundestrainer Uwe Krupp drei Spieler nach Hause geschickt - darunter auch Alexander Barta, Kapitän der Hamburg Freezers.

Eishockeyspieler Barta (l.): Kurz vor Olympia aussortiert Zur Großansicht
Getty Images

Eishockeyspieler Barta (l.): Kurz vor Olympia aussortiert

Hamburg - Die letzten Spieler der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft sind unversehrt zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver eingetroffen. Sieben NHL-Profis, von denen einige noch am Sonntag in der US-Profiliga spielen mussten, sind zum Kader von Bundestrainer Uwe Krupp gestoßen. Um die Obergrenze von 23 Akteuren einzuhalten, musste der 44-Jährige nun drei Spieler streichen. Er entschied sich gegen Verteidiger Andre Reiss von den Hannover Scorpions und die Stürmer Alexander Barta (Hamburg Freezers) sowie Christoph Ullmann (Kölner Haie).

Der Wolfsburger Kai Hospelt, der ursprünglich nicht zum engeren Kreis gezählt hatte, darf dagegen bei der Mannschaft in Vancouver bleiben. Die deutschen NHL-Profis "stehen voll im Saft. Sie zu integrieren, ist kein Problem", sagte Franz Reindl, Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes. Deutschland trifft im Auftaktspiel am Mittwoch (Donnerstag, 1.30 Uhr MEZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Olympiasieger Schweden.

"Der Druck ist groß, und alle werden auf uns schauen, aber das sind wir gewohnt", sagte Stürmer Jochen Hecht, den Bundestrainer Krupp nach schwachen Leistungen bei der WM 2009 erst im zweiten Anlauf für Olympia nominierte. Der 32-Jährige, der bei den Buffalo Sabres zuletzt starke Leistungen zeigte, soll mit Marco Sturm von den Boston Bruins und Marcel Goc von den Nashville Predators die beste Reihe im deutschen Team bilden. Die Verteidiger Dennis Seidenberg (Florida Panthers), Christian Ehrhoff (Vancouver Canucks) und Alexander Sulzer (Nashville) sowie Torhüter Thomas Greiss (San Jose Sharks) komplettieren die NHL-Fraktion.

Auch außerhalb des Spielfeldes sollen die Profis aus der stärksten Liga der Welt der unerfahrenen deutschen Mannschaft im olympischen Turnier helfen. "Wenn die Jungen all die Superstars sehen, müssen sie aufpassen, dass sie nicht auf einmal mehr Zuschauer als Spieler sind", sagte Goc. "Ich werde ihnen sagen, dass sie ganz frech spielen sollen. Denn die Stars kochen auch nur mit Wasser."

Selbstbewusstsein in der Kabine will auch Kapitän Sturm verbreiten. "Alle Spieler sind reifer geworden", sagte der 31-Jährige. "Ich glaube, dass wir besser abschneiden als vor vier Jahren." 2006 in Turin hatten Sturm und Hecht wegen Verletzungen kurzfristig absagen müssen. Ohne die beiden erfahrensten NHL-Profis gelang der DEB-Mannschaft damals kein einziger Sieg, am Ende blieb ihr nur Platz zehn.

mpl/sid

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Wintersport
RSS
alles zum Thema Deutscher Eishockey-Bund
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
Fotostrecke
Vancouver 2010: Alle deutschen Medaillengewinner