Eishockey: NHL-Superstar Crosby bricht sich den Kiefer

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Penguins-Spieler Crosby (l.): Kiefer gebrochen, Zähne verloren

Schlechte Nachrichten für die Pittsburgh Penguins: Ihr Top-Star Sidney Crosby hat einen Kieferbruch erlitten und fehlt dem derzeit überragenden NHL-Team auf unbestimmte Zeit. Zwei Rückschläge mussten Christian Ehrhoff und Jochen Hecht mit den Buffalo Sabres hinnehmen.

Hamburg - Die Pittsburgh Penguins haben in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL ihren 15. Sieg in Serie teuer bezahlt. Der unangefochtene Tabellenführer der Eastern Conference gewann 2:0 gegen die New York Islanders, verlor aber seinen kanadischen Superstar Sidney Crosby. Der Kapitän und NHL-Topscorer bekam im ersten Drittel nach einem Schlagschuss seines Mannschaftskollegen Brooks Orpik den Puck ins Gesicht und ging blutend zu Boden.

Crosby brach sich bei der Aktion den Kiefer und verlor einige Zähne. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und operiert. Wie lange der 25-Jährige ausfällt, ist noch unklar. Gewinnen die Penguins die beiden kommenden Spiele ohne ihren wichtigsten Spieler, würden sie ihren eigenen NHL-Rekord von 17 Siegen in Folge aus dem Jahr 1993 brechen.

Während Pittsburgh schon fest für die Playoffs planen kann, müssen die beiden deutschen Stars Christian Ehrhoff und Jochen Hecht um die Teilnahme an der K.o.-Runde zittern. Mit den Buffalo Sabres verloren sie am Osterwochenende vor eigenem Publikum 3:4 nach Penaltyschießen gegen die Washington Capitals und 0:2 gegen die Boston Bruins, bei denen ihr Landsmann Dennis Seidenberg spielt.

Marcel Goc und die Florida Panthers Letzter im Osten

Nach 17 Saisonniederlagen fiel Buffalo im Osten auf den 13. Platz zurück, acht Teams qualifizieren sich für die Playoffs. Noch schlechter steht Marcel Goc mit den Florida Panthers da. Zwar gewann der Club gegen die New Jersey Devils 3:2 nach Verlängerung, ist aber weiter Letzter der Eastern Conference. Seidenberg und die Bruins hingegen liegen im Osten derzeit auf Platz vier und damit klar auf Playoff-Kurs.

Ebenfalls gut sieht es für den deutsch-kanadischen Coach Ralph Krueger und die Edmonton Oilers aus. Die Kanadier sind nach einem 4:0-Sieg gegen die Vancouver Canucks in der Western Conference nur noch einen Punkt vom achten und damit letzten Playoff-Platz entfernt.

ham/sid

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Tja Sidney..
Sir_Lyon 01.04.2013
wer Rempeln und aufs Maul hauen mit Männer„sport” verwechselt, musswohl auch mit den Begleiterscheinungen leben.
2. @Sir_Lyon
tennisfan23 01.04.2013
Eishockey ist mehr als "rempeln" und "aufs Maul hauen". Tatsächlich ist sogar mehr Männersport als das Weichei-Fußball-Rumgeschiebe. Möchte mal einen unserer tollen Bundesligaspieler, ganz gleich von welchem Verein sehen, wie der reagiert, wenn er in die Bande genagelt wird. Das muss dabei noch nicht mal ein übertriebener Check sein. Einfach was ganz normales, wie man es im Spiel zigfach sehen kann. Das würde einigen aber sowas von die Augen öffnen. Und Crosby-Bashing ist hier auch völlig fehl am Platz. Schau dir das Video an. Möchte dich mal sehen wie du reagierst, wenn dir ein abgefälschter Schuss mit ca. 100kmh ins Gesicht fliegt. Viel Spaß
3. Richtige Männer hauen sich die Augen blau...
lanoia 01.04.2013
...und prügeln sich wie kleine Buben. Eishockeyspieler sind alle Weicheier, sollen die sich doch mal mit einem Klischko prügeln. Richtige Männer kennen keinen Schmerz.Mein Gott, was für eine gequirlte Sch.....
4. Schade!
joe75 01.04.2013
Wieder einmal verletzt sich Crosby! Das wieder einmal mitten in einer so starken Saison die er spielt.
5. wieso tragen profis...
tomba35 14.04.2013
eigentlich keine halbvisiere mit zusätzlichem gitter, das kiefer und Zähne schützt? Ähnlich wie das vollgitter, das junioren tragen müssen
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Der NHL-Modus
Die 30 Teams der National Hockey League (NHL) spielen in sechs Gruppen (Divisions) zu je fünf Mannschaften. Die Aufteilung richtet sich nach der geografischen Lage der Heimatorte. Jeweils drei Divisions bilden die Eastern und die Western Conference. In der Hauptrunde (Regular Season) absolviert jedes Team 82 Spiele. Die Playoffs werden zunächst in der jeweiligen Conference ausgespielt: Qualifiziert sind die drei Division-Sieger sowie die fünf nächsten punktbesten Mannschaften der Conference. Gespielt wird nach dem Modus Best of seven. Der Sieger der Eastern und der Sieger der Western Conference bestreiten das Finale um den Stanley Cup. Dieser wird seit 1894 ausgespielt und ist damit eine der ältesten Mannschaftstrophäen der Welt.

Die Stanley-Cup-Sieger seit 2000*
Jahr Gewinner Saison-MVP
2014 Los Angeles Sidney Crosby
2013 Chicago Alexander Owetschkin
2012 Los Angeles Jewgeni Malkin
2011 Boston Corey Perry
2010 Chicago Henrik Sedin
2009 Pittsburgh Alexander Owetschkin
2008 Detroit Alexander Owetschkin
2007 Anaheim Sidney Crosby
2006 Carolina Joe Thornton
2004 Tampa Martin St. Louis
2003 New Jersey Peter Forsberg
2002 Detroit José Théodore
2001 Colorado Joe Sakic
2000 New Jersey Chris Pronger
*2004/2005 fiel die komplette Saison wegen eines Tarifstreits zwischen Team-Besitzern und Spielern aus
Eishockey-Glossar
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.