Eishockey-WM in Deutschland: Letzte Rettung vor Rekordkulisse

Von Carsten Eberts

Es soll ein Spiel der Superlative werden: Zum Auftakt der Eishockey-WM spielt das DEB-Team in der Schalker Arena gegen die USA. Werbung in eigener Sache hat die Disziplin in Deutschland bitter nötig: Die Jugendarbeit offenbart Defizite, dem Kufensport droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit.

Eishockey-WM 2010: Die Stars der DEB-Auswahl Fotos
DPA

Wo sonst Fußballrasen liegt, wird eine weiße Eisfläche glänzen, um sie herum stehen mobile Tribünen, 30 Sitzreihen hoch, damit die Fans ganz nah an das Spielfeld heran rücken können. Seit Wochen ist das Spiel ausverkauft. Es soll ein Spektakel werden, ein Weltrekord, denn ein WM-Spiel vor 76.152 Zuschauern in einem Fußballstadion, das gab es noch nie.

Am Freitagabend beginnt die Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland. Austragungsorte der 56 Partien sind Köln und Mannheim, nur das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und den USA wurde ausgelagert: in die Gelsenkirchener Arena "Auf Schalke". Eine Woche lang wurde das Stadion umgebaut, die 60 mal 30 Meter lange Eisfläche installiert, acht Kältemaschinen und vier schwere Dieselgeneratoren kühlen das Eis auf minus zwölf Grad herunter.

Das deutsche Eishockey setzt große Hoffnungen in die Heim-WM. Sie soll die Initialzündung sein, für eine Zukunft, in der mehr Kinder zum Eishockey finden. In der das Fernsehen die Ligaspiele live im Free-TV überträgt. Bislang stehen in Deutschland andere Sportarten auf einem gesicherten Fundament: der Fußball, weil er alles überstrahlt; auch Biathlon, weil es zur richtigen Zeit deutsche Stars produziert hat; der Handball, der sich erfolgreich eine Nische gesucht hat.

Dorthin will auch das deutsche Eishockey. Der Weg jedoch ist weit.

Uwe Krupp sitzt im Restaurant der Hamburger "O2 World Hamburg", wo die deutsche Mannschaft drei Tage vor der WM ihr letztes Testspiel gegen Kanada bestritten hat, was 1:4 verloren ging. Der Bundestrainer trägt einen schwarzen Anzug, rote Krawatte, löffelt hastig eine Suppe. Er sieht müde aus, abgekämpft, will unbedingt den Flieger nach München erwischen, dann mit dem Auto nach Füssen, wo er mit seinen Nationalspielern zusammentrifft. Weil die Playoffs in der DEL bis Ende April dauerten, stand Krupp sein komplettes Team wieder einmal erst kurz vor der WM zur Verfügung. In der NHL wird immer noch gespielt. Ständig stießen neue Spieler dazu, die Mannschaft wechselte beinahe täglich ihr Gesicht. "Es ist wie es ist", sagt Krupp.

Seitdem Krupp 2005 Bundestrainer wurde, hat er immer wieder Veränderungen gefordert. Er wollte mehr Zeit für seine Nationalmannschaft, er wollte die DEL-Clubs zur Nachwuchsarbeit verpflichten, er wollte ein sogenanntes Draftingsystem einführen, das den schlechtesten Teams Zugriff auf die besten Jugendspieler gestattet.

"Mit denen müssen wir uns gar nicht messen"

Doch Ergebnisse lassen auf sich warten. "Man muss auch Leute haben wie Uwe, die einfach mal Ideen in den Raum stellen. Auch wenn diese nicht immer umsetzbar sind", sagt der deutsche Verbandspräsident Uwe Harnos.

Vor allem Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der DEL, lächelt Krupps Vorschläge immer wieder weg. Er gestattet keine Eingriffe in seine Liga. Die Idee eines Draftingsystems ist mit dem deutschen Arbeitsrecht ohnehin nicht vereinbar. Von der WM, sagt Tripcke, erwarte er "keinesfalls Wunderdinge".

In Schweden, Finnland oder der Schweiz strömen Kinder zu Tausenden in die Vereine. Jedes Jahr rücken Talente in die höchste Liga auf. Die Finalspiele sind nationale Ereignisse, das Fernsehen überträgt live. Dort ist Eishockey Volkssport.

Deutschland droht der Anschlussverlust. "Mit denen müssen wir uns gar nicht messen", sagt Harnos. "Ich fahre auch nicht mit einem Trabbi die 24 Stunden von Le Mans." Hierzulande funktioniert Eishockey eben anders. Junge Talente haben es schwer, sich in der ersten Liga durchzusetzen. Krupp hat sich immer wieder den Mund fusselig geredet. Der Suppenteller ist leer, es sprudelt aus ihm heraus. "Momentan leben wir von sieben Vereinen, die professionelle Jugendarbeit betreiben", sagt Krupp. Er meint Mannheim, Berlin, Köln und Iserlohn, auch die Zweit- und Drittligisten aus Landshut, Bad Tölz und Rosenheim. Krupp sagt: "Mit Ländern, in denen Nachwuchsarbeit zur Kultur gehört, können wir einfach nicht mithalten."

"Lieber zwei Ausländer auf die Tribüne, als in die Jugend zu investieren"

In Mannheim stapft mit den schweren, ausfallenden Schritten eines ehemaligen Weltklassetorhüters Helmut de Raaf durch die langen Gänge. Zehn Autominuten von der SAP-Arena entfernt haben die Adler Mannheim ein Internat für ihre Jugendspieler, die "Jungadler". De Raaf, der 114 Länderspiele für Deutschland bestritt, leitet das Projekt. Auch er sagt: "Überall in Europa haben alle Erstligisten eine Jugendmannschaft in der ersten Nachwuchsliga. In Deutschland sind es sechs. Wir setzen lieber zwei Ausländer auf die Tribüne, als in die eigene Jugend zu investieren."

Das Problem im deutschen Eishockey sind die alten Spieler. Es gibt zu viele von ihnen. Sie leben von ihrer Erfahrung statt vom Körpereinsatz. Das Spiel wirkt deshalb langsam und behäbig. Dabei funktioniert in Deutschland eine Sportart, sobald sie schnell und agil ist oder sich über ihre Jugendarbeit identifizieren lässt. Wie beim Handball: 350.000 Jugendliche betreiben diesen Sport. Die deutschen Stars spielen ihr Leben lang in der eigenen Liga. Das schafft Identität.

Stufenplan für die Jugend

Im deutschen Eishockey gibt es derzeit nur 27.000 Nachwuchsspieler. Zwar hat der DEB einen Stufenplan entwickelt, demzufolge sollen bis 2013 alle Proficlubs eine gewisse Anzahl an Jugendmannschaften stellen. Die Vereine haben zwar unterschrieben, echte Sanktionen drohen ihnen bei Nichterfüllen jedoch nicht. So spielen die guten Jugendspieler weiterhin in der zweiten oder dritten Liga. Die besten unter ihnen sehen zu, dass sie Deutschland möglichst schnell verlassen.

Im deutschen Eishockey ist immer noch Krupp der Mann mit der größten Strahlkraft. Andere Idole gibt es nicht. Marco Sturm, der in der NHL über 200 Tore erzielt hat, würde in einem deutschen Supermarkt niemand erkennen. In der Weltrangliste steht Deutschland hinter dem Zwei-Millionen-Einwohnerland Lettland. "In Lettland", sagt Krupp, "sind Eishockeyprofis Rockstars."

Die Heim-WM wird so zur verzweifelten Jagd nach positiven Schlagzeilen. Das Weltrekordspiel auf Schalke ist auch die Chance, sich bei riesigem Medieninteresse gegen einen übermächtigen Gegner zu beweisen. "Dieses Spiel muss die Lokomotive werden", sagt Krupp.

Für die Zwischenrunde braucht Deutschland in der Vorrunde allerdings gegen die USA, Finnland oder Dänemark einen Sieg. "Du musst Außergewöhnliches schaffen, damit die Leute aufmerksam werden", sagt Krupp.

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insgesamt 10 Beiträge
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1. An Leo verkauft und mit ihm untergegangen!
Pinarello 07.05.2010
Kann man wohl so sagen, als ehem. Eishockeyfan habe ich den Niedergang leidvoll miterlebt, nicht zu vergessen, daß der Eishockeysport in der Öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr vorkommt, seit sich die DEL alle TV-Rechte in ihrem Größenwahn an Leo Kirch verkauft hat, das Ergebnis ist bekannt. Seitdem geht es nur noch abwärts, wenn ich mir z. B. in meiner Zeitung jede Woche die Zuschauerzahlen aus Düsseldorf, Köln und Mannheim ansehen, dann ist der Laden wirklich am Ende, zu Bundesligazeiten war immer ausverkauft, daß in Düsseldorf die Halle nicht mal mehr zur Hälfte gefüllt ist, das war vor 20-25 Jahren völlig undenkbar, heute ist das die Realität.
2. Vorbei
stesoell 07.05.2010
Die DEL wurde bis zur Bewusstlosigkeit verkauft. Das mag in den USA funktionieren. Hier geht fast gar nix mehr.
3. Kein FreeTV = keine Zuschauer
krylosz 07.05.2010
Ohne Präsenz im Free-TV ist das kein Wunder, daß sich niemand hier in Deutschland für Eishockey interessiert. Die kompletten Fernsehrechte ans Pay-TV abzutreten ist eine der hirnrissigsten Entscheidungen aller Zeiten. Wie sollen denn so Leute so überhaupt für den Sport begeistert werden? Ich persönlich mag Eishockey sehr gerne, aber durch die komplette Absenz jeglicher Berichterstattung ausserhalb von Sky und DSF (habe ich beides nicht) tendiert mein Interesse gegen null. Das sollten die Herren schleunigst ändern!
4. TV Fehlanzeige
Rubeanus 07.05.2010
Hatte mich schon gefreut, das Spiel zu sehen. Aber es wird bei Sport1 übertragen (das ist wohl der neue Name des DSF), was ich hier nicht empfangen kann. Schade.
5. Vorbei
stesoell 07.05.2010
Die DEL wurde bis zur Bewusstlosigkeit verkauft. Das mag in den USA funktionieren. Hier geht fast gar nix mehr.
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WM-Kader Eishockey-Nationalmannschaft
DPA
Tor: Kotschnew (Spartak Moskau), Endras (Augsburger Panther), Zepp (Eisbären Berlin)
Verteidigung: Krueger (Cornell University), Holzer (Düsseldorfer EG), Butenschön (Adler Mannheim), Fischer (EHC Wolfsburg), Dietrich (Milwaukee Admirals), Sulzer (Nashville Predators), N. Goc (Hannover Scorpions), Braun (Eisbären Berlin)
Sturm: Felski und Rankel (beide Eisbären Berlin), Wolf (Iserlohn Roosters), Hospelt (EHC Wolfsburg), Tripp (Hamburg Freezers), M. Müller und Ullmann (beide Kölner Haie), Barta (Hamburg Freezers), Hager (Krefeld Pinguine), Schütz und Gogulla (beide Portland Pirates), M. Goc (Nashville Predators)

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Heim-WM

Was kann die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erreichen?

Modus der Eishockey-WM 2010
In der Vorrunde, die in vier Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt ist, spielt jeder gegen jeden. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird um maximal fünf Minuten verlängert ("sudden death"), dabei stehen pro Mannschaft nur vier Feldspieler auf dem Eis. Ist danach immer noch keine Entscheidung gefallen, kommt es zum Penaltyschießen. Die ersten drei Teams jeder Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein, nehmen aber nur ihre gegeneinander erzielten Punkte mit. Die Zwischenrunde wird in zwei Gruppen zu je sechs Mannschaften gespielt. Die ersten Vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, das ebenso wie das Halbfinale im K.o.-System gespielt wird. In dieser Turnierphase werden Spiele um maximal zehn Minuten verlängert, im Finale um 20. Die vier Gruppenletzten der Vorrunde spielen ohne Mitnahme der Punkte in der Relegationsrunde (jeder gegen jeden) zwei Absteiger aus. Sollte die Slowakei, WM-Ausrichter 2011 und damit automatisch qualifiziert, einen der letzten beiden Plätze belegen, steigt auch der Zweitplatzierte ab.

Eishockey-Weltmeister seit 2000
Jahr Weltmeister
2013 Schweden
2012 Russland
2011 Finnland
2010 Tschechien
2009 Russland
2008 Russland
2007 Kanada
2006 Schweden
2005 Tschechien
2004 Kanada
2003 Kanada
2002 Slowakei
2001 Tschechien
2000 Tschechien
Die Vorrundengruppen der Eishockey-WM im Kurzportrait
Gruppe A
Eishockey-Rekordweltmeister Russland, Weißrussland, Slowakei und Kasachstan spielen wie die deutsche Gruppe D in Köln. Großer Favorit ist Titelverteidiger Russland, dahinter dürften sich die Slowakei und Weißrussland um Platz zwei streiten. Aufsteiger Kasachstan gilt als Außenseiter. Nach dem Viertelfinal-Aus der Russen bei Olympia in Vancouver gegen Gastgeber Kanada (3:7) lastet großer Druck auf der "Sbornaja" und Coach Slawa Bykow.

Weißrussland startet mit dem Ziel Viertelfinale, muss sich nach dem Wechsel von Nationalcoach Glen Hanlon zum Gruppenkonkurrenten Slowakei aber noch finden. Hanlons Nachfolger Michail Sacharow wurde nach dem Verpassen des Viertelfinales bei Olympia gegen die Schweiz durch Assistent Eduard Sankowez ersetzt.

Die Slowakei, Weltmeister von 2002 und Olympia-Vierter, gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Der ehemalige NHL-Coach Hanlon soll die Slowaken rechtzeitig zur Heim-WM im kommenden Jahr nach dem 13. Platz 2008 und dem zehnten Rang 2009 zurück in die Weltspitze führen.

Kasachstan ist zwar Außenseiter, geht aber nach dem Aufstieg aus der B-Gruppe mit dem Ziel Klassenverbleib in die WM. Das Hauptstadt-Team von Barys Astana aus der osteuropäischen Kontinental Hockey League KHL bildet den Stamm des Nationalteams.
Gruppe B
Eishockey-Olympiasieger und WM-Favorit Kanada muss sich in Mannheim gegen Italien, Lettland und die Schweiz durchsetzen. Teamchef Mark Messier hat mit Steve Stamkos aus Tampa den NHL-Torschützenkönig in seinen Reihen. Ebenso wie Olympia-Held Sidney Crosby schoss Stamkos 51 Tore in der Vorrunde, verpasste aber trotzdem die Playoffs.

Die Schweiz kommt mit einem neuen Trainer. Nach 13 Jahren als Nati-Coach musste der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger seinen Platz an der Bande an Sean Simpson abgeben, der insgesamt vier Jahre in Hamburg und München tätig war und 2000 Deutscher Meister mit den München Barons wurde. Der WM-Neunte des Vorjahres leidet unter einigen unerwarteten Absagen. Dennoch wäre alles andere als das Viertelfinale eine Enttäuschung, zumal etliche Fans aus der Schweiz erwartet werden.

Lettland will mit mannschaftlicher Geschlossenheit den Erfolg der Vorjahres-WM wiederholen, als die Balten überraschend ins Viertelfinale einzogen. Trainer Olegs Znaroks gilt als Spezialist dafür, mit bescheidenen Mitteln das Maximum zu erreichen. Bekanntester Spieler in Deutschland ist der viele Jahre in Krefeld aktive Herberts Vasiljevs, auch der Wolfsburger Arvids Rekis spielt schon seit langem in der DEL.

Italien ist der große Außenseiter und pendelt beständig zwischen der A- und der B-Gruppe. Mehr als der Klassenverbleib wäre eine riesige Überraschung.
Gruppe C
Zum Vergleich des elfmaligen Eishockey-Weltmeisters Tschechien gegen den achtmaligen Titelträger Schweden kommt es in der Gruppe C in Mannheim. Seit dem Olympiasieg 2006 in Turin und dem folgenden WM-Triumph hat Schweden keinen Titel mehr gewonnen und scheiterte in Vancouver bereits im Viertelfinale an der Slowakei.

Tschechiens Trainer Vladimir Ruzicka steht unter Druck. Nach dem WM-Sieg 2005 und Platz zwei im Jahr darauf ging es bergab. Bei Olympia in Vancouver kam das vorzeitige Aus bereits im Viertelfinale. Im Gegensatz zum olympischen Turnier sollen mehr Spieler aus den europäischen Ligen dabei sein.

Norwegen ist hinter Schweden und Tschechien klarer Außenseiter, sollte aber Frankreich in die Abstiegsrunde schicken können. Die Franzosen waren in den vergangenen zehn Jahren nur viermal bei einer A-WM dabei und haben als einziges Ziel wie im Vorjahr den Klassenverbleib.
Gruppe D
Die vergangenen Olympia-Zweiten USA und Finnland sowie der Weltranglisten-13. Dänemark sind die Vorrundengegner von Gastgeber Deutschland.

Der US-amerikanische Auswahltrainer Scott Gordon war Assistenzcoach in Vancouver, wo die US-Boys das Gold erst in der Verlängerung Erzrivale Kanada überlassen mussten.

Die Mannschaft für Deutschland wird zwar stark verändert sein, ist aber gespickt mit NHL-Profis. Die beiden WM-Titel gab es 1933 und 1960 als Olympiasieger von Squaw Valley. Der größte Erfolg allerdings bleibt das "Miracle on Ice" mit Olympia-Gold 1980 in Lake Placid.

Auch die Finnen werden sich auf schon ausgeschiedene Akteure aus der NHL sowie aus der heimischen und schwedischen Liga stützen. Der Weltmeister von 1995, Olympia-Zweite von 2006 und Vizeweltmeister von 2007 spielt stets äußerst unbequem, abwehrstark und kühl im Abschluss. Im Vorjahr war bei der WM allerdings im Viertelfinale mit 2:3 gegen die USA Schluss.

Das Spiel gegen Dänemark wird für die DEB-Auswahl das wichtigste Spiel der Vorrunde. Die Dänen haben sich seit ihrer WM-Premiere 2003 in der A-Gruppe etabliert. Obwohl es nur 4000 registrierte Eishockeyspieler gibt, haben es einige sogar in die NHL geschafft - wie Frans Nielsen von den New York Islanders, der die Playoffs verpasste. Quelle: dpa