Eishockey-WM Schweden und Finnland spielen um Gold

Das Endspiel wird ein Nachbarschaftsduell: Beim Finale der Eishockey-WM treffen am Sonntag Schweden und Finnland aufeinander. Die Mannschaften besiegten in den Halbfinal-Spielen ihre Gegner Tschechien und Russland.

Mikael Granlund: Traumtor für die Finnen
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Mikael Granlund: Traumtor für die Finnen


Bratislava - Finaljubel im hohen Norden, Trauer beim Titelverteidiger und Rekordchampion: Schweden und Finnland sind bei der Eishockey-WM ins Endspiel gestürmt und haben Tschechien und Russland den Coup vermasselt. Die "Tre Kronor" entthronten durch ein 5:2 im Halbfinale Weltmeister Tschechien. Finnland setzte sich mit 3:0 gegen Rekordchampion Russland durch.

Im vierten WM-Halbfinale zwischen Schweden und Tschechien seit 2001 haben die Skandinavier nach drei Pleiten den Bann gebrochen. NHL-Star Patrik Elias ließ den Titelverteidiger zwar zunächst auf einen Durchmarsch bis ins Endspiel träumen (21.), aber dann schlugen die Skandinavier zu. Toptorjäger Patrick Berglund (25./60.), Mikael Backlund (36.), Jimmie Ericsson (49.) und Marcus Krüger (53.) drehten die Partie für die "Tre Kronor". Elias' zweites Tor (55.) war nur noch Ergebniskosmetik.

Die Suomi-Helden in Bratislava waren Mikael Granlund, der mit einem Traumtor (26.) den Sieg einleitete, Jani Lajunen (48.) und Jarkko Immonen (50.). Dem erst 19 Jahre alten Granlund gelang das Zauberstück des Turniers: Exakt 25 Minuten und 23 Sekunden waren gespielt, als der Stürmer hinter dem russischen Tor hervorschoss, den Puck mit dem Schläger geschmeidig in die Höhe lupfte und am Helm des verdutzten Keepers Konstantin Barulin vorbei ins Tor katapultierte.

Selbst die erfahrenen Cracks aus Russland bestaunten die mehrmalige Wiederholung des Tors auf dem großen Videowürfel mit ungläubigen Blicken. Viermal waren sich Russland und Finnland in den vergangenen zehn Jahren in der K.o.-Phase einer WM begegnet - dreimal jubelte die "Sbornaja".

Im Endspiel am Sonntag peilt Schweden seinen neunten WM-Titel an, die finnischen Nachbarn waren nur 1995 Weltmeister. Zuvor werden Russland und Tschechien um Bronze kämpfen.

lgr/dpa-AFX/sid

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germanexpat 14.05.2011
1. Gold ????
Volvo und Nokia gehoeren den Nordlichtern auch nicht.
derlabbecker 14.05.2011
2. das Tor...
... von dem 19 jährigen Finnen war der Hammer. Sowas hab ich noch nie gesehen. Und der Gegner war ja nun nicht irgendeine Laufkundschaft, sondern Russland.... und dann noch der finnische Torwart. Die Russen hätten bis heute früh spielen können, die hätten an dem keinen Puck vorbei gebracht. Beide Spiele gestern waren super Eishockeysport, schnell, passsicher und vor allen Dingen trotz der Bedeutung als Halbfinale einer WM sehr fair. Körperbetontes Eishockey, aber immer im Rahmen. Bei den beiden Spielen gestern konnte man denn doch sehen was den Deutschen noch so fehlt um wirklich mal ein Halbfinale gegen Tschechien oder Schweden zu erreichen...
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