Eishockey-WM: Titelverteidiger Russland blamiert sich gegen Frankreich

Russischer Eishockeyspieler Radulow: Penalty verschossen, Spiel verloren Zur Großansicht
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Russischer Eishockeyspieler Radulow: Penalty verschossen, Spiel verloren

Überraschung bei der Eishockey-WM: Titelverteidiger Russland hat sich nach zuvor drei souveränen Siegen sensationell Frankreich geschlagen geben müssen. Es war die erste WM-Niederlage der "Sbornaja" seit knapp zwei Jahren.

Hamburg - Die russische Eishockey-Nationalmannschaft ist gespickt mit Stars aus der wohl besten Liga der Welt. Alleine sechs Spieler stehen bei Clubs aus der nordamerikanischen NHL unter Vertrag, darunter Ausnahme-Stürmer Ilja Kowaltschuk. Doch die "Sbornaja" neigt dazu, zuweilen überheblich zu agieren. Trotz zwischenzeitlicher Führung kassierte der Titelverteidiger bei der WM in Finnland und Schweden eine überraschende 1:2 (0:0, 1:2, 0:0)-Niederlage gegen Außenseiter Frankreich.

Die Russen mussten damit ihre erste WM-Niederlage seit 2011 hinnehmen, damals verloren sie das Spiel um Platz drei. Für die Franzosen war es der erste Sieg gegen Russland bei einer WM oder Olympischen Spielen überhaupt. Alexander Pereschogin hatte den Favoriten zwar in Führung geschossen (27. Minute), doch Damien Fleury (30.) und Frankreichs einziger NHL-Profi Antoine Roussel (37.) drehten die Partie. Alexander Radulow vergab einen Penalty für die Russen (27.).

Dank des Erfolgs zog Frankreich in der Tabelle der Gruppe H mit nun sechs Punkten an Deutschland (4 Punkte) vorbei auf Rang fünf. Beide Teams hoffen noch auf den Viertelfinal-Einzug. Im letzten Vorrundenspiel am Dienstag (15.15 Uhr) treffen sie im direkten Duell aufeinander.

Zuvor muss die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) aber am Samstag gegen Lettland (19.15 Uhr) und am Sonntag gegen die USA (15.15 Uhr, alle Spiele Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: Sport1) bestehen. Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Runde der besten Acht.

max/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Manchmal müssen Blamagen sein...
spon-facebook-10000106300 09.05.2013
um einzusehen, dass die Leistung die man bietet einfach nicht ausreichend sein wird für spätere Aufgaben. Nachdem man sich gegen Lettland mit 6-0 und gegen die starken US Boys mit 5-3 bewiesen hat, heißt es nicht dass man gegen vermeintlich schwache Gegner sich entspannen kann. Wie die Kommentatoren auch meinte, waren die Spieler sogar beim Aufwärmen ganz öde drauf. Das Spiel wird wahrscheinlich auf Wach-Auf Effekt geben für die Spieler. Man sollte jetzt auch auf dem Boden bleiben, Russland ist noch immer erster in der Gruppe und Frankreich nicht in den Top 4.
2. Top Torhüter
easton 10.05.2013
Im Beitrag wird nichts von Hardy, dem Torhüter der Franzosen erwähnt. Eigentlich schade, denn für das erste WM-Spiel in dem er von Anfang an gespielt hat, war es eine mehr als grandiose Leistung. Was er alles gehalten hat ist echt respektabel. Er ist zurecht Spieler des Spiels geworden. Respekt Frankreich! Kämpferisch sehr stark und nie den Druck zum gegnerischen Tor gescheut. Die Russen hatten ihre Großchancen, jedoch hat ihnen auch mal das entscheide Glück (was auch dazugehört) gefehlt, so wie wir es oft bei Spielen der deutschen Mannschaft gesehen haben. Das das Spiel von Lettland heute ist mehr als überraschend verlaufen. Ich bin auch die kommenden Spiele gespannt. Bis dahin viel Spaß euch allen beim Eishockey schauen.
3. GAZ-Gerd und sein Genosse Putin
guentherprien 10.05.2013
werden traurig sein. Wieder einmal der Beweis, dass mit Anordnungen und Wunschdenken nichts erreicht wird Genossen !!! Wäre schön, wenn die Russen am Ende Platz 4 belegen....
4. Blamage?
to5824bo 10.05.2013
Zitat von sysopGetty ImagesÜberraschung bei der Eishockey-WM: Titelverteidiger Russland hat sich nach zuvor drei souveränen Siegen sensationell Frankreich geschlagen geben müssen. Es war die erste WM-Niederlage der "Sbornaja" seit knapp zwei Jahren. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/eishockey-wm-titelverteidiger-russland-blamiert-sich-gegen-frankreich-a-898976.html
Was heißt denn hier "Russland blamiert sich"? Klar ist Russland der klare Favorit gegen Frankreich (oder auch gegen Deutschland). Aber die internationale Leistungsdichte ist (zum Glück) mittlerweile wenigstens so hoch, dass man nicht mehr auf zweistellige Siege der Favoriten wetten kann, oder dass halt auch mal eine knappe Niederlage der Großen an einem nicht so tollen Tag drin ist. Dem Eishockeysport tut das nur gut; der deutschen Mannschaft in der gegenwärtigen Situation leider nicht so...
5.
bravo1charlie 10.05.2013
Zitat von guentherprienwerden traurig sein. Wieder einmal der Beweis, dass mit Anordnungen und Wunschdenken nichts erreicht wird Genossen !!! Wäre schön, wenn die Russen am Ende Platz 4 belegen....
Was für ein Müll tippen sie hier ab? Was hat Putin und Gazprom mit dem Eishockey zu tun. Lassen sie sich mal einweisen.
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Eishockey-Glossar
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Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.

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