Nach dritter Pleite Weißrussland trennt sich während Eishockey-WM vom Nationalcoach

Kuriosum bei der Eishockey-WM: Weißrussland hat sich nach drei Spielen von Cheftrainer Dave Lewis getrennt. Sein Nachfolger soll den Abstieg aus der Weltspitze verhindern.

Ehemaliger Weißrussland-Coach Dave Lewis
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Ehemaliger Weißrussland-Coach Dave Lewis


0:5 gegen Schweden, 2:6 gegen Frankreich, 0:6 gegen Russland: Nach drei deutlichen Niederlagen hat Weißrussland während der Eishockey-WM in Dänemark seinen Nationaltrainer ausgetauscht.

Vom früheren NHL-Coach Dave Lewis trennte sich der weißrussische Verband nach der 0:6-Pleite gegen Olympiasieger und Rekordweltmeister Russland "in gegenseitigem Einvernehmen". Nachfolger des Kanadiers, der das Team seit 2014 geführt hatte, wird dessen russischer Assistent Sergej Puschkow.

Das Aus für Lewis kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt. Weißrussland war in den Spielen gegen Russland und Schweden, Weltmeister von 2017, klarer Außenseiter. Die leichteren Aufgaben kommen erst noch: Am Mittwoch bekommt es Weißrussland zwar mit der Schweiz zu tun, die bisher fünf Punkte aus zwei Spielen geholt hat. Danach warten Österreich, Slowakei und Tschechien - das wären schlagbare Gegner.

Die Weißrussen hatten in der Vorrundengruppe A in Kopenhagen ihre ersten beiden Spiele deutlich verloren - die Auswahl ist nach drei Spieltagen Letzter in der Gruppe mit insgesamt acht Teams. Der Tabellenletzte steigt aus der Top-Division ab und muss sich über die B-WM wieder für die Weltspitze qualifizieren. Dieser Abstieg soll nun verhindert werden.

"Dave Lewis glaubt, dass Veränderungen im Trainerstab dem Team den notwendigen Impuls geben können, sein Spiel zu verbessern", hieß es in einer Pressemitteilung des weißrussischen Verbands. Der 64-jährige Lewis hatte als Cheftrainer die Detroit Red Wings und die Boston Bruins betreut. Mit Weißrussland erreichte er zweimal das WM-Viertelfinale, verpasste aber die Olympischen Spiele in Südkorea.

Die deutsche Eishockey-Auswahl wartet nach drei Spielen in der Gruppe B ebenfalls auf einen Sieg. Hier lesen Sie mehr über die Lage im Team von Bundestrainer Marco Sturm.

jan/sid/dpa



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