Eiskunstlaufen Sawtschenko will mit dem Franzosen Massot zu Olympia

Mit Robin Szolkowy wurde sie zum fünften Mal Weltmeister, nun könnte Eiskunstläuferin Aljona Sawtschenko bald schon für Frankreich starten. Der Grund ist ihr neuer Partner Bruno Massot, auch Trainer Ingo Steuer spielt eine entscheidende Rolle.

Eiskunstläufern Sawtschenko: Bald Französin?
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Eiskunstläufern Sawtschenko: Bald Französin?


Hamburg - Eiskunstläuferin Aljona Sawtschenko hat einen neuen Partner für den Paarlauf gefunden. Nachdem ihr langjähriger Partner Robin Szolkowy seine Karriere beendet hat, wird die 30-Jährige Berichten der "Bild"-Zeitung zufolge künftig gemeinsam mit dem Franzosen Bruno Massot an den Start gehen.

"Ich will Olympia-Gold 2018 und das werde ich mit Bruno schaffen. Ich bin sehr glücklich, dass ich ihn als Partner gewinnen konnte", sagte Sawtschenko. Massot lief bislang mit Daria Popowa und belegte bei den Weltmeisterschaften in Japan nur Platz 15. "Das hat nichts zu sagen. Robin lief auch auf Platz zehn rum und ich war Junioren-Weltmeisterin, als wir 2003 zusammenkamen", sagte Sawtschenko, die gemeinsam mit Szolkowy zum fünften Mal den WM-Titel holte.

Doch um tatsächlich bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang (Südkorea) starten zu können, muss einer der beiden Eiskunstläufer die Nationalität wechseln. Auf die Frage, warum Sawtschenko daher nicht mit einem deutschen Partner zusammen laufen werde, fand ihr Trainer Ingo Steuer deutliche Worte: "Die deutschen Jungs sind leider zu schlecht für die Weltspitze."

Steuer ist es auch, der eine entscheidende Roller bei der Entscheidung spielt, ob sein Schützling künftig für Frankreich starten oder Massot deutscher Staatsbürger wird. Übernimmt der französische Verband die Kosten für Steuer, wird es Sawtschenko sein, die ihre Nationalität wechselt. Denn in Deutschland mussten sie und Szolkowy ihren Trainer selbst finanzieren, da Steuer wegen einer IM-Tätigkeit für die Stasi nicht mit öffentlichen Geldern bezahlt werden darf.

Für diese Entscheidung haben alle drei Parteien noch viel Zeit, denn ein Nationalitätenwechsel bringt eine Sperre von einem Jahr mit sich. "Wir werden von daher in Ruhe entscheiden, für welches Land sie dann laufen", so Steuer.

asi

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fc06 29.03.2014
1.
Ich glaub die spinnen......haben die denn keine anderen Probleme? Und der sogenannte Trainer sollte sich auch langsam mal zurücknehmen!
Lankoron 29.03.2014
2. Tja....
der eine wird für millionenfache Steuerhinterziehung gefeiert. Der andere hat als 18-23jähriger für die Stasi gearbeitet und steht seitdem quasi unter Arbeitsverbot, und hat trotzdem privat finanziert 5 WM-Titel, Olympiamedaillen etc als Trainer geholt. Und seine IM-Tätigkeit, im Gegensatz zu Steuerbetrug, Totschlag oder Misshandlung und sexuellem Missbrauch Schutzbefohlener etc verjährt nicht.
zaunreiter35 29.03.2014
3. Wo ist denn das Problem?
Dass sich eine 30-jährige ihren Olympiatraum im vierten Anlauf erfüllen will. Oder das der eine dann zum Deutschen wird oder die andere zur Französin? Ich finde, wer das sog. "Zeug" zum Olympiasieg hat, der darf auch die Staatsbürgerschaft wechseln. Und wenn Ingo Steuer in Frankreich trainieren würde, würde dort niemand auf seine Jugensünde schauen.
medi15 27.04.2014
4. Beitrag Nr2 Sehe ich genauso
Zitat von Lankoronder eine wird für millionenfache Steuerhinterziehung gefeiert. Der andere hat als 18-23jähriger für die Stasi gearbeitet und steht seitdem quasi unter Arbeitsverbot, und hat trotzdem privat finanziert 5 WM-Titel, Olympiamedaillen etc als Trainer geholt. Und seine IM-Tätigkeit, im Gegensatz zu Steuerbetrug, Totschlag oder Misshandlung und sexuellem Missbrauch Schutzbefohlener etc verjährt nicht.
er war gerade einmal 18 Jahre alt,ein kleines Eiskunstlauflicht, welches zur Mitarbeit genötigt wurde, ansonsten hätte man ihn einfach sportlich abgesägt.. Katharina Witt ist sowas natürlich nicht passiert, die stand zu weit oben , war Aushängeschild und in dem Rahmen natürlich nicht zu Spitzeldiensten erpressbar, ansonsten hätte sie sich bei einem internationalen Wettkampf oder Gala einfach absetzen können. Zudem hat noch kein Journalist berichtet, dass Steuer bedeutsame Infos der Witt weitergereicht hat , womöglich war es nur Unwichtiges und Unverbindliches, um den erpressten Job pro forma zu erfüllen, damit er keine Schweirigkeiten bekommt. Schon absurd, selbst brutale menschenverachtende Totschläge massivster Art verjähren bei Jugendstraftaten, vieles verschwindet nach einiger Zeit sogar aus den Führungszeugnissen, um den Leuten ihr Leben nicht zu verbauen. Aber so eine abgepresste Zuträgertätigkeit in Teenagerjahren wird dem Mann noch nach 3 Jahrzehnten !!! zum Verhängnis und er aus der Eislaufunion (+Bundeswehr als Sportsoldat )einfach herauskolportiert(und sein Schützling Szokolwy übrigens auch). Ich vermute:die Franzosen werden ihn mitfinanzieren,schliesslich ist er einer der erfolgreichsten Paarlauftrainer der Welt und hat er seine Schützlinge zu etlichen WM Titeln in den letzten Jahren geführt. Steuer wird dann ohne grosses Bedauern diesem Land den Rücken zukehren und für die Franzosen arbeiten, verstehen kann ich es nach alldem, was die ihm hier angetan haben.
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