Rekord-Eisschnellläuferin Claudia Pechstein "Es ist etwas Besonderes, wenn man Geschichte schreibt"

Claudia Pechstein hat ihren 37. Titel bei Deutschen Meisterschaften im Eisschnelllaufen gewonnen. Das ist Rekord. Dabei konnte sie kurz vor den Wettkämpfen vor Rückenschmerzen kaum laufen.

Claudia Pechstein
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Ihre Zufriedenheit mit der eigenen Leistung konnte und wollte Claudia Pechstein nicht verbergen. Bei den Deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Inzell feierte die 46-Jährige Siege über 3000 Meter (schon am Samstag), 5000 Meter und im Massenstart (beides am Sonntag). Es waren ihre nationalen Titel Nummer 35, 36 und 37. Damit ist Pechstein alleinige Rekordhalterin.

Auf ihrer Paradestrecke über 5000 Meter ist sie bei nationalen Wettkämpfen seit 2012 ungeschlagen und wurde in dieser Disziplin zum siebten Mal in Folge Deutsche Meisterin. "Es ist etwas Besonderes, wenn man Geschichte schreibt", sagte Pechstein. "Den Rekord dürften nicht mehr viele übertreffen." Bis zu den Meisterschaften in Inzell hatte sie mit 34 Titeln noch gleichauf mit Gunda Niemann-Stirnemann gelegen.

Ihre Erfolge feierte Pechstein trotz Rückenschmerzen. Während der gesamten Saisonvorbereitung hatte sie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. "OP im Mai, Thrombose, und vor drei Wochen konnte ich aufgrund der Rückenbeschwerden kaum laufen", sagte Pechstein. Trotzdem war sie auf dem Weg zum Rekord nicht zu stoppen.

mmm/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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bauigel 04.11.2018
1. Herzlichen Glückwunsch
Herzlichen Glückwunsch an diese überragende Sportlerin mit einem eisernen Willen. Man mag über ihren Kampf gegen die Institutionen denken was man möchte, aber in dem Alter noch solche Leistungen zu erbringen ist unglaublich. Ich bin gespannt was jetzt wieder die Leute schreiben, die sie schon aufs Altenteil schocken wollten, weil sie ja nicht mehr gut genug sei. Da wurde sogar von Peinlichkeiten gesprochen weil sie ihre Karriere noch nicht beendet habe. Frau Pechstein straft diesen Berufsnärglern Lügen.
uzsjgb 04.11.2018
2.
Ich finde keine Informationen darüber, ob Pechstein mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung startet, wegen ihren abweichenden Blutwerten. Das müsste doch der Fall sein, da sie sonst durch Dopingkontrollen fallen würde. Oder ist ihre Krankheit mittlerweile geheilt? Auch darüber finde ich keine Informationen.
Shelly 04.11.2018
3. So unterscheiden wir uns
Zitat von bauigelHerzlichen Glückwunsch an diese überragende Sportlerin mit einem eisernen Willen. Man mag über ihren Kampf gegen die Institutionen denken was man möchte, aber in dem Alter noch solche Leistungen zu erbringen ist unglaublich. Ich bin gespannt was jetzt wieder die Leute schreiben, die sie schon aufs Altenteil schocken wollten, weil sie ja nicht mehr gut genug sei. Da wurde sogar von Peinlichkeiten gesprochen weil sie ihre Karriere noch nicht beendet habe. Frau Pechstein straft diesen Berufsnärglern Lügen.
Sie bewundern Fr. Pechstein, weil sie in ihrem Alter noch solche Erfolge feiert und ich frage mich, wie das möglich ist, dass eine Sportlerin in dem Alter den jüngeren Konkurentinnen immer noch davon läuft. Aber wir beide wissen ja, dass Fr. Pechstein an einer vererbten Blutanomalität leidet (so, wie auch viele leidgeplagte Sportler an Asthma leiden) - gut, dass jetzt mein Gelächter nicht mit übertragen wird. Ich habe zuviel über diese Dopingaffäre gelesen und gesehen und mir meine Meinung gebildet. Eine Anomalie der roten Blutkörperchen, wenn ich mich recht erinnere, die schwankt - im gleichen Rhythmus wie der Wettkampfkalender dieser zu Unrecht beschuldigten Frau.
nixproblem 05.11.2018
4. Respekt und Anerkennung
Frau Pechstein scheint eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten zu sein. Das ändert aber nichts an ihren sportlich überragenden Leistungen. Auch ihr mutiger Kampf gegen die Sperre wegen eines ziemlich fragwürdigen Dopingvorwurfs, bei dem sie sich trotz einiger Rückschläge nicht unterkriegen lässt, ist bewunderungswürdig.
Madagon 05.11.2018
5. Ist doch schön...
DDR-Spitzensportler-Förderung (natürlich alles sauber!), dann die klassische BRD-Olympionikinnen-Schiene zur Beamtin bei paralleler Möglichkeit professionell zu trainieren und gefördert zu werden (alles noch viel sauberer!!). Dopingsperre abgesessen, Disziplinarverfahren der Bundespolizei eingestellt und dann als Eis-Omi immer noch national alles hinter sich zu lassen. Kann man merkwürdig finden das sie sich so an den Sport klammert, aber da das ja "ihr Ding" zu sein scheint statt nur noch die 20 Jahre als Beamtin bis zur Pensionierung ab zu sitzen warum nicht?!
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