Eisschnelllauf Pechstein überrascht mit Silber

"Es ist für mich wie Gold": Nur eine Kontrahentin war bei der WM über 5000 Meter schneller als Claudia Pechstein. Die deutsche Rekordolympionikin freute sich entsprechend ausgelassen über die 30. Medaille ihrer Karriere.

Claudia Pechstein  (Archivbild)
AP/dpa

Claudia Pechstein (Archivbild)


Claudia Pechstein ist bei den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gangneung sensationell zu Silber gelaufen. Elf Tage vor ihrem 45. Geburtstag musste sich Pechstein über 5000 Meter in 6:53,93 Minuten einzig der tschechischen Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Martina Sablikova (6:52,38) geschlagen geben, die ihren neunten WM-Titel in Folge über diese Distanz gewann. Bronze ging an Ivanie Blondin aus Kanada (6:57,14). Bente Kraus (Berlin) belegte als zweite deutsche Starterin in 7:00,62 Minuten den achten Rang.

"Es ist für mich wie Gold. Einfach ein Traum ", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein dem niederländischen TV-Sender NOS nach dem Rennen. Pechstein verdiente sich ihre insgesamt 30. Medaille bei den seit 1996 ausgetragenen Titelkämpfen mit einem konstanten Lauf. Mit nur einer Ausnahme brachte sie stets 32er-Rundenzeiten auf das Eis der künftigen Olympia-Bahn, auf der es im Februar 2018 bei den Winterspielen von Pyeongchang erneut um Edelmetall geht. Auf der Schlussrunde gelang Pechstein sogar die beste Zeit aller Starterinnen (32,2 Sekunden).

Die deutsche Rekordolympionikin nutzte bei ihrer 17. WM-Teilnahme zugleich ihre größte Medaillenchance. Sie hatte am Donnerstag auf einen Start über 3000 Meter verzichtet, um sich gezielt auf den "langen Kanten" vorzubereiten. Am Freitag war sie an der Seite von Gabriele Hirschbichler und Roxane Dufter als Vierte in der Teamverfolgung noch knapp am Podest vorbeigelaufen. Zum WM-Abschluss tritt Pechstein am Sonntag mit Außenseiterchancen im Massenstartrennen an.

lst/sid



insgesamt 10 Beiträge
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zinobln 11.02.2017
1. Reden ist Silber...Schweigen ist Gold
...mit 45, trotz komplizierter Blut-DIsposition, der deutlich jüngeren und wahrscheinlich mit ähnlich komplizierter/komplexer Blut-DIsposition laufenden Konkurrenz, die Silberne abzujagen...ist ein gutes Beispiel für den Stand der Dinge im verseuchten Hochleistungssport.
quark2@mailinator.com 11.02.2017
2.
Leider bekommen solche Menschen trotz aller Anstrengungen kaum je die Entschuldigungen, welche ihnen Frieden geben könnten. Meinen Respekt für die Leistung.
lancerfoto 11.02.2017
3. Bravo Claudia
Chapeau und weiterhin viel Kraft. Für mich bist Du ein Vorbild an Willensstärke!
Usambaras 11.02.2017
4. Das ist so absurd, dass...
...ich gar nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll....
Thorkh@n 11.02.2017
5. Wenn etwas ...
... zu schön ist, um wahr zu sein, dann riecht es nach einer Lüge.
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