Finale im Biathlon-Weltcup: Henkel und Gössner sprinten aufs Podest

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Biathletin Henkel: Zweiter Platz in Sibirien

Andrea Henkel ist beim Weltcupfinale der Biathleten im Chanty-Mansijsk als Zweite aufs Treppchen gestürmt. Die 35-Jährige musste sich im letzten Sprint der Saison nur Gabriela Soukalova geschlagen geben. Miriam Gössner freute sich über auf Rang drei. Alexander Wolf erklärte seinen Rücktritt.

Hamburg - Andrea Henkel ist beim Saisonfinale der Biathleten in Chanty-Mansijsk im Sprint auf Rang zwei gelaufen. Die 35-Jährige schoss über die 7,5 Kilometer fehlerfrei und musste sich nur der ebenfalls ohne Schießfehler gebliebenen Tschechin Gabriela Soukalova um 17,2 Sekunden geschlagen geben. Das gute deutsche Ergebnis rundete Miriam Gössner als Dritte ab. Die 22-Jährige musste eine Strafrunde absolvieren und kam 23,6 Sekunden hinter der Siegerin ins Ziel.

"So lange ich mit null Fehlern durchkomme, bin ich zufrieden. Auf der Strecke ging es auch ganz gut, und in der letzten Runde habe ich auch nichts verloren, so wie zuletzt immer", sagte Henkel nach dem Rennen.

Bei strahlendem Sonnenschein, aber eisiger Kälte von minus zwölf Grad Celsius wurde Laura Dahlmeier Zwölfte (1 Fehler/+ 55,9 Sekunden), Franziska Hildebrand 14. (0/+ 1:04,9) und Evi Sachenbacher-Stehle kam auf den 26. Platz (2/+ 1:38,9). Damit haben Henkel und Co. eine hervorragende Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag. "Wir können da auf jeden Fall zusammenarbeiten. Ich hoffe, dass wir bis zum Schluss gegenhalten können und wieder vorne dabei sind", sagte Gössner.

Eine traurige Nachricht gab es für die deutschen Biathleten dennoch: Der dreimalige Weltcup-Sieger Alexander Wolf hat das Ende seiner Laufbahn bekanntgegeben. Der 34-Jährige war im vergangenen Sommer nach einer komplizierten Verletzung am Fußwurzelknochen im September 2011 wieder ins Wettkampfgeschehen eingestiegen, hatte aber den Anschluss an die deutsche Elite aber nicht wieder geschafft.

psk/dpa/sid

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Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

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