Start der Ski-alpin-Saison Das Jahr eins nach Maria Höfl-Riesch

Viktoria Rebensburg und Felix Neureuther heißen die deutschen Skihoffnungen für die neue Saison. Nach dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch befindet sich das deutsche Team im Umbruch. Dabei mithelfen soll ein alter Bekannter.

Skifahrerin Rebensburg: "Ich möchte im Riesenslalom ganz nach vorne"
DPA

Skifahrerin Rebensburg: "Ich möchte im Riesenslalom ganz nach vorne"


Hamburg - Drei Goldmedaillen bei Olympischen Winterspielen, zwei WM-Titel, 27 Weltcupsiege: Das sind nur die imposantesten Erfolge von Maria Höfl-Riesch, die den deutschen alpinen Skisport fast zehn Jahre lang geprägt hat. Nach ihrem Rücktritt beginnt nun die erste Saison ohne das Aushängeschild. Wer soll jetzt für die großen Siege sorgen?

"Wir sind nicht ganz so blank, wie es auf den ersten Blick nach der letzten Saison ausgesehen hat. Ich gehe mit einem Grundoptimismus in die neue Saison", sagte Wolfgang Maier, Alpindirektor beim Deutschen Skiverband (DSV). Mindestens ein Podestplatz soll schon beim ersten Saisonrennen am Wochenende in Sölden herausspringen.

Bei den Frauen ist aus dem deutschen Team Viktoria Rebensburg erste Kandidatin für einen der vorderen Plätze. Um sie herum soll mittelfristig eine neue Mannschaft aufgebaut werden. "In dieser wie auch in der nächsten Saison werden wir den jungen Damen die nötige Zeit geben, um sich in die Weltspitze zu entwickeln", sagte Maier, der davon ausgeht, dass im Winter 2016/2017 "mehr als eine Läuferin um die Medaillen mitfahren kann".

In dieser Saison wird aber wohl allein Rebensburg die bei der WM in Vail und Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado (3. bis 16. Februar) angepeilte Medaille holen müssen. "Ich möchte im Riesenslalom wieder ganz nach vorne", sagt Rebensburg, 2010 Olympiasiegerin im Riesenslalom und 2014 Bronzemedaillengewinnerin in dieser Disziplin.

Erfolgstrainer Berthold zurück im DSV-Stab

Bei den Herren liegt der Fokus wie auch in den vergangenen Jahren auf Felix Neureuther. Der musste seinen Saisonstart jedoch verschieben, aufgrund von Rückenbeschwerden tritt der 30-Jährige nicht in Sölden an. Neureuther will beim zweiten Rennen am 16. November im finnischen Levi wieder dabeisein. "Fritz Dopfer und Stefan Luitz haben große Chancen, in Sölden um die Podestplätze mitzufahren", ist Maier trotz des Ausfalls seines Stars optimistisch.

Die spektakulärste Personalie im Männerteam ist aber eine im Trainerstab: Nach vier Jahren als Chefcoach der österreichischen Männer ist Mathias Berthold zum DSV zurückgekehrt. Der Österreicher war zuvor jahrelang Cheftrainer der deutschen Frauen gewesen. Er formte seinerzeit Höfl-Riesch und Rebensburg zu Olympiasiegerinnen.

ham/sid/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.