TV-Vertrag IOC schließt Rekord-Deal mit NBC ab

Das Geschäft mit den Olympischen Spielen floriert: Das IOC hat die TV-Rechte in den USA für die Rekordsumme von 7,65 Milliarden Dollar verkauft. Der neue Vertrag mit NBC läuft von Jahr 2021 bis 2032.

IOC-Präsident: "Dieser Deal dreht sich nicht nur ums Geld"
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IOC-Präsident: "Dieser Deal dreht sich nicht nur ums Geld"


Hamburg - Für IOC-Präsident Thomas Bach ist es ein Coup: Das Internationale Olympische Komitee hat den Vertrag mit dem TV-Partner NBC für 7,75 Milliarden Dollar bis 2032 verlängert.

Das Paket beinhaltet die Rechte für Free-TV, Pay-TV, Internet und Handy-Nutzung und gilt ab dem Jahr 2021. Damit sicherte sich der TV-Gigant die zusätzlichen US-Übertragungsrechte für sechs weitere Olympische Spiele. Steve Burke, Chef von NBC Universal, nannte die Einigung einen "der wichtigsten Tage in der Geschichte" des Networks.

"Dieser Deal dreht sich nicht nur ums Geld. Wir denken langfristig im IOC", sagte Bach. "Uns gibt es seit 120 Jahren, und uns soll es noch länger geben." Eine Garantie dafür, dass eine amerikanische Bewerbung für die Austragung der Olympischen Spiele 2024 durch den historischen Deal automatisch den Zuschlag bekommt, sei der Milliardenvertrag allerdings nicht.

Bachs gescheiterter Konkurrent im Kampf um das IOC-Präsidentenamt, der Banker Richard Carrion aus Puerto Rico, hatte als damaliger Vorsitzender der Finanzkommission den bisherigen Rekordvertrag mit NBC über 4,38 Milliarden Dollar für die US-TV-Rechte bis 2020 ausgehandelt.

In Deutschland hatten ARD und ZDF im Jahr 2011 geschätzte 100 Millionen Euro für die Rechte an den Winterspielen 2014 in Sotschi und den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro gezahlt. Die öffentlich-rechtlichen Sender erwarben die Lizenzen erstmals direkt beim IOC, weil es die Rechte für den deutschen Markt nicht mehr an den europäischen Senderverbund European Broadcasting Union (EBU) verkaufen wollte, um mehr Geld zu verdienen.

cte/dpa/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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raber 07.05.2014
1. IOC-Einnahmen richtig verwenden
Von diesen Milliarden und anderen Millionen solten die Sportler und Sportstätten einen grösseren Anteil als bisher erhalten und die IOC-Funktionäre des Weltverbands und derer Landesvertretungen davon weniger für Reise- und Unterbringungskosten sowie Geschenke ausgeben. Es ist einfach traurig und frustrierend miterleben zu müssen was für eine Riesenverschwendung auch auf dem Gebiet stattfindet.
gigi.valenti 07.05.2014
2. NBC = Nothing but Curling
Weltweit gibt es keinen schlimmeren Olympiaberichterstatter als NBC. Kaum ein Wettbewerb wird live gezeigt! Aus Sochi wurden alle Curling-Wettbewerbe live gezeigt; der Rest wurde zusammengeschnitten, damit man abends um 20 Uhr eine 4-stuendige Show praesentieren konnte, die alle 7-10 Minuten von Werbung unterbrochen wurde. Selbst die Eroeffnungs- und Abschlussfeiern wurden nicht live gezeigt, und spaeter dann in gekuerzter Form gesendet. Genau das Gleiche bei London 2012. Das 100-Meter-Finale und aehnliche Highlights wurden einfach nicht live gesendet ... einfach unausstehlich!
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