Russen-Doping IOC liefert Begründung für Sperre nach

Das IOC hat für Montag die Begründung angekündigt, warum sie mehrere russische Langläufer für Winterspiele gesperrt hat. Die Athleten sind im Weltcup noch startberechtigt, schieden zum Saisonstart aber früh aus.

Jewgeni Below am Start in Kuusamo
REUTERS

Jewgeni Below am Start in Kuusamo


Das Internationale Olympische Komitee will am kommenden Montag die Urteilsbegründung im ersten Fall der lebenslang gesperrten sechs russischen Skilangläufer verkünden. Das teilte ein IOC-Sprecher am Mittag mit. Zugleich wies er darauf hin, dass alle beteiligten internationalen Sportverbände "bereits alle Beweismittel" jener Fälle erhalten haben, die von der IOC-Disziplinarkommission behandelt wurden. Außerdem seien die Vertreter der Fachverbände bei den Anhörungen dabei gewesen.

Am Vortag hatte der Ski-Weltverband FIS den vom IOC gesperrten sechs Russen die vorläufige Starterlaubnis für den Weltcup erteilt. Begründet wurde die Entscheidung damit, die vom IOC im Zusammenhang mit der Sperre für Olympische Winterspiele gelieferten Begründungen seien aus Sicht der zuständigen FIS-Kommission nicht ausreichend.

Die beiden Langläufer Maxim Wylegschanin und Jewgeni Below konnten daher trotz der vom IOC verhängten lebenslangen Olympiasperre am Freitag ihr Weltcup-Comeback nach fast einjähriger Zwangspause gefeiert. Beim Klassiksprint in finnischen Kuusamo schieden Ex-Weltmeister Wylegschanin und der ehemalige Tour-de-Ski-Zweite Below allerdings bereits in der Qualifikation aus. Beide sind keine Sprint-Spezialisten, das vorzeitige Scheitern kam nicht überraschend.

Als erste Sieger des Weltcup-Winters konnten sich die Schwedin Stina Nilsson und der norwegische Jungstar Johannes Kläbo feiern lassen. Aus deutscher Sicht schafften lediglich Sandra Ringwald und Katharina Hennig den Sprung in die Finalläufe, spielten dort aber keine Rolle.

aha/dpa/sid



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