Nordische Kombination Rydzek und Geiger feiern Doppelsieg in Lahti 

Die Kombinierer machen im Weltcup-Einzel da weiter, wo sie bei Olympia aufgehört haben: Johannes Rydzek hat in Lahti vor Vinzenz Geiger gewonnen - zur Überraschung des Bundestrainers.

Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Jørgen Gråbak (von links)
AFP

Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Jørgen Gråbak (von links)


Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger haben für einen deutschen Doppelsieg beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti gesorgt. Rydzek gewann dank einer starken Schlussrunde in 24:51,6 Minuten mit 3,4 Sekunden vor seinem Teamkollegen Geiger, der den Schlussspurt gegen den zweimaligen Olympiasieger Jørgen Gråbak um 0,5 Sekunden für sich entschied.

Fabian Rießle, wie Rydzek und Geiger Mitglied der Goldstaffel von Pyeongchang, belegte am Sonntag Platz elf. Doppel-Olympiasieger Eric Frenzel landete nach schwacher Leistung auf der Schanze auf Platz 15.

Der 26 Jahre alte Rydzek, der in Südkorea auch Olympiagold von der Großschanze gewonnen hatte, lief nach Platz sieben im Springen noch zu seinem 16. Weltcupsieg. Im Teamsprint hatten die deutschen Duos nach Patzern im Springen das Podest verpasst. Das Team Rydzek/Rießle landete auf Platz fünf, Frenzel und Geiger kamen auf Rang sechs.

Bundestrainer Hermann Weinbuch zeigte sich positiv überrascht von Geigers Erfolg: "Mit Rydzek habe ich schon gerechnet. Aber dass Vinzenz so weit nach vorne kommt, hätte ich nicht gedacht", sagte Weinbuch. "Er hat wieder alles richtig gemacht und hat Kräfte sparen können, als gebummelt wurde. Im Endspurt hat er unheimlich viel drauf, das ist schon beeindruckend."

Nachdem der Gesamtweltcup für seine Athleten außer Reichweite zu sein schien - Rydzek hat als Dritter auf Akito Watabe vor den letzten sieben Wettbewerben 350 Punkte Rückstand -, geht es dem Bundestrainer nun noch um den Nationencup. Diesen führen derzeit die Norweger mit 371 Punkten Vorsprung an.

In einer früheren Version des Textes hieß es in der Überschrift, nicht Vinzenz Geiger habe gemeinsam mit Johannes Rydzek gewonnen, sondern Eric Frenzel. Wir haben den Fehler korrigiert.

ngo/dpa/sid



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