Weltcup-Auftakt: Deutsche Biathletinnen verpassen Podestplatz

Für die deutschen Biathletinnen begann die erste Saison nach dem Rücktritt Magdalena Neuners nicht sehr erfreulich: Andrea Henkel wurde im schwedischen Östersund Achte. Und die Garmischerin Miriam Gössner erkämpfte sich tapfer Platz 11 - trotz eines schmerzhaften Verlustes.

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Andrea Henkel: "Mir war die Hand eingefroren"

Östersund - Die deutschen Biathletinnen haben in ihrem ersten Einzelrennen der neuen Weltcup-Saison den Podestplatz verpasst. Im Klassiker über 15 Kilometer war am Donnerstagabend im schwedischen Östersund Andrea Henkel aus Großbreitenbach auf Platz acht die beste deutsche Starterin.

Die Garmischerin Miriam Gössner wurde mit starker Laufleistung Elfte. Den Sieg sicherte sich Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tora Berger. Die fehlerfrei schießende Norwegerin lag klar vor der weißrussischen Gesamtweltcup- Zweiten Darja Domratschewa und Jekaterina Glasyrina aus Russland.

Mit Rang elf konnte die Bayerin Miriam Gössner, die in der vergangenen Saison einige Tiefen durchlebte, dank der drittbesten Laufzeit sportlich zufrieden sein: "Damit kann man anfangen und die Saison ist ja noch lang." Doch vor die Kameras und Mikrofone der Journalisten musste sie mit einer großen Zahnlücke treten.

Auf der Strecke hatte sie einen Zahn eingebüßt: "Ich habe ihn gleich in der zweiten Runde verloren, aber ich konnte auch nicht anhalten. Und dann sind so viele Mädels rübergelaufen, da war nichts mehr", erzählte sie. Erst im Frühjahr hatte sich Gössner einer komplizierten Zahn-Operation unterziehen müssen. Ihr wurde ein neuer Kieferknochen implantiert, nachdem sich der alte durch eine eitrige Entzündung zersetzt hatte.

Andrea Henkel hatte derweil mit der Kälte Probleme. "Mir war beim ersten Schießen die Hand eingefroren und ich hatte kein Gefühl im Finger. Deshalb war der erste Fehler ärgerlich", sagte die 34-Jährige. Läuferisch baute sie zum Ende hin ab: "Meine Form ist noch nicht ganz gut. Das Ergebnis ist nicht top, aber ausbaufähig."

kha/dpa/sid

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