Olympia-Aus auch für DSV-Skicrosserin Zacher Kreuzbandriss Nummer fünf

Der nächste Ausfall für eine Medaillenhoffnung: Auch Skicrosserin Heidi Zacher wird die Winterspiele in Pyeongchang verpassen. Es ist bereits der fünfte Kreuzbandriss im DSV-Lager.

Heidi Zacher (l.)
AFP

Heidi Zacher (l.)


Die deutsche Olympiamannschaft muss einen weiteren Rückschlag verkraften. Skicrosserin Heidi Zacher, nach dem bisherigen Verlauf der Saison mit guten Chancen auf eine Medaille bei den Spielen in Pyeongchang, fällt wegen eines Kreuzbandrisses im linken Knie aus. Zacher zog sich die Verletzung am Sonntag beim Training im schwedischen Idrefjäll zu. Sie wird noch am Montag in München operiert.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) ist es bereits der fünfte Ausfall einer Medaillenhoffnung nach den Alpinen Felix Neureuther und Stefan Luitz, Skispringer Severin Freund und Freestyle-Skifahrerin Lisa Zimmermann. Alle haben Kreuzbandrisse erlitten.

Zacher hatte in der laufenden Saison bereits einen Sieg sowie vier weitere Podestplätze eingefahren. Aus den Reihen der deutschen Freestyler war sie nach dem Ausfall von Zimmermann die einzige Anwärterin auf eine Medaille. "Als ich das gehört habe, habe ich gedacht: Das gibt's doch gar nicht, was haben wir nur verbrochen", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

chh/sid



insgesamt 5 Beiträge
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dickerulle 15.01.2018
1. Trainingslehre?
Da scheint es eine falsche Schwerpunktsetzung beim Training zu geben. Die Kurse werden spektakulärer, die Skier schneller, der Wettkampf athletischer. Da muss die physiologische Ausbildung nachziehen mit intensiven Kraftprogrammen. Mussten die Schwimmer auch erst realisieren. Im großen Ganzen beweist das aber, dass mit so wenig Sportförderung, wie sie in Deutschland herrscht, die Athleten nicht nur hinterherhängen, sondern wohl auch einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt sind. Die ganzheitliche Ausbildung braucht nämlich Geld und Zeit (vor allem auch für Regeneration). Dass sich der Leistungssportler neben Beruf oder Studium da nicht voll entwickeln kann ist ja klar.
Sibylle1969 15.01.2018
2.
Skifahren ist, was Kreuzband- und andere Knieverletzungen angeht, Hochrisikosport. Neulich sah ich auf Eurosport eine Skiercross-Übertragung aus Innichen in Südtirol. Da war eine Österreicherin dabei, die noch keine 25 war und die in ihrer Karriere schon vier (!) Kreuzbandrisse hatte, zweimal rechts und zweimal links. Ob Alpin oder Crossrennen, kaum ein Profi übersteht seine Karriere ohne Kreuzbandriss.
olli08 15.01.2018
3. Aua!
Falsches Training? Falsches Material? Falscher Ehrgeiz? Wer weiß ... Aber offensichtlich ist es unterhaltsamer für die Massen, als selber mal von der Couch hoch zu kommen. Panem et Circenses!
manicmecanic 15.01.2018
4. Physik eben
Im Gegenteil zu der Fraktion die scheinbar bei allem glaubt es ginge immer noch weiter schneller höher etc. sind eben doch Grenzen da die man nicht mehr ausweiten kann.Da nutzt auch kein noch mehr Training.Bei diesem Sport ist doch die Wahrheit die,daß man hohes Risiko eingeht auch als Topprofi seine Knie zu schrotten.Wer jemanden kennt der den Sport betreibt kennt auch immer einen der sich damit seine Knie kaputt gemacht hat.
zaunreiter35 15.01.2018
5. Das böse K-Wort
Da muss ich doch mal dem Foristen "manicmecanic" widersprechen. Der Profisportler kann sich seine Knie auch mit Fußball, Handball oder American Football kaputtmachen. Aber es ist schon schade, dass es jetzt auch noch Heidi Zacher erwischt hat. Wie kürzlich beim Skispringen Svenja Würth. Sie fällt auch für Olympia aus.
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