Kurioses EM-Rennen Zu früh gefreut - und später doch gewonnen

Als Jan Blokhuijsen die Arme zum Jubel in die Höhe riss, war der Massenstart bei der Eisschnelllauf-EM längst entschieden. Haralds Silovs hatte das Rennen eine Runde zuvor bereits gewonnen. Eigentlich.

Jan Blokhuijsen
AFP

Jan Blokhuijsen


Kurioses Ende der Europameisterschaften auf den Einzelstrecken im Eisschnelllauf: Im Massenstartrennen im russischen Kolomna liefen die Herren eine Runde zu viel, weil der Rundenzähler zweimal nacheinander die gleiche Zahl anzeigte und das Feld 17 statt der vorgesehenen 16 Runden laufen ließ.

Der Niederländer Jan Blokhuijsen hatte die Arme hochgerissen, als er nach 17 Runden als Erster den Zielstrich überfuhr. Die Jury aber hatte zunächst die Reihenfolge nach der vorletzten gelaufenen Runde als Endergebnis gewertet, nach der noch der Lette Haralds Silovs vorne lag. Alle Läufer waren allerdings weitergelaufen, auch Silovs.

Das Team der Niederlande legte Protest ein. Die Wettkampfleitung entschied am Ende "wegen menschlichen Fehlers" und "im Sinne des Sports" auf Wertung des Ergebnisses nach der zu viel gelaufenen Runde. Blokhuijsen ist damit erster Europameister in dieser Disziplin, die im Februar erstmals auf dem Olympia-Programm steht. Silvos muss sich mit einem elften Rang begnügen.

Zuvor hatten die deutschen Eisschnellläuferinnen in der Team-Verfolgung Bronze geholt. Das Trio Gabriele Hirschbichler, Roxanne Dufter und Michelle Uhrig unterlag in seinem Lauf den Europameisterinnen aus den Niederlanden, die nach 2:59,34 Minuten 5,69 Sekunden vor den Deutschen lagen. Silber ging an Russland (+ 2,54 Sekunden).

sak/dpa



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