Zuletzt erkrankte Biathletin Dahlmeier Vier Wochen bis Olympia reichen

Vor dem Winter galt Laura Dahlmeier als Goldkandidatin für die Olympischen Spiele. Doch die Biathletin kämpfte mit Krankheiten. In Ruhpolding will sie ihren Formanstieg unter Beweis stellen.

Laura Dahlmeier
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Laura Dahlmeier


Laura Dahlmeier ist siebenfache Biathlon-Weltmeisterin und Sportlerin des Jahres 2017. Die 24-Jährige gehörte deshalb zu den größten deutschen Goldhoffnungen für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) - doch die zuletzt durch zwei Infekte in ihrer Vorbereitung stark beeinträchtigte Dahlmeier muss die Erwartungshaltung bremsen.

Auch Bundestrainer Gerald Hönig musste seine Vorzeigeläuferin deshalb schon in Schutz nehmen. In Oberhof am vergangenen Wochenende war Dahlmeier nach überstandener Erkältung im Sprint 13. und in der Verfolgung Siebte geworden. Dass es danach Kritik gegeben hatte, kann Hönig überhaupt nicht verstehen.

"Man darf doch nicht vergessen, dass fünf Tage vor Oberhof nicht einmal feststand, ob Laura überhaupt würde teilnehmen können. Doch dann steht sie vom Krankenbett auf, läuft geschwächt die Rennen und ist auf Anhieb in der Lage, unter die Top 15 zu kommen", sagte der 59-Jährige dem "Münchner Merkur".

Beim Heimweltcup in Ruhpolding ist der Rummel um die 24-Jährige besonders groß. Entsprechend riesig ist auch der Druck, wenn Dahlmeier am Donnerstag (14.20 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF und Eurosport) im Einzelrennen über 15 Kilometer an den Start geht.

Dahlmeier selbst sieht sich gut vier Wochen vor Pyeongchang "alles in allem wieder im Plan. Meine Form ist aufsteigend. Insgesamt passt das jetzt schon", sagte die siebenmalige Weltmeisterin der "Sport Bild". Bis Südkorea sei "ja noch eine Zeit lang hin. Es geht einfach in den nächsten zwei Wochen in Ruhpolding und Antholz darum, weiter an der Form zu feilen."

Hönig ergänzt: "Klar ist auch: Jetzt darf gesundheitsmäßig nichts mehr passieren. Laura braucht nun harte Wettkämpfe, um ihr Niveau zu steigern." Für den Bundestrainer gelten Kaisa Mäkäräinen (Finnland), Darja Domratschawa (Weißrussland), Justine Braisaz (Fankreich) und Anastasiya Kuzmina (Slowakei) im Hinblick auf die Spiele in Südkorea als größte Konkurrentinnen. Die hätten gegenüber Dahlmeier "den Vorteil, dass sie nicht ganz so dem Druck und der Erwartungshaltung ausgesetzt sind".

krä/sid

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