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27. Januar 2013, 10:30 Uhr

Vater von Skistar Vonn

"Mir sind keine Anzeichen von Depressionen aufgefallen"

Lindsey Vonns Vater Alan Kildow glaubt nicht daran, dass seine Tochter unter Depressionen leidet. Das sagte er in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. Die Skirennfahrerin hatte kürzlich erklärt, dass sie seit 2002 mit der psychischen Krankheit kämpfe.

Hamburg - Alan Kildow, der Vater der US-amerikanischen Skirennläuferin Lindsey Vonn, bezweifelt, dass seine Tochter seit Jahren unter Depressionen leidet. "Mir sind keine Anzeichen von Depressionen aufgefallen", sagte Kildow dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

"Aber ist das real, was sie sagt? Scheidungsanwälte werden wahrscheinlich sagen, dass 80 Prozent der Frauen unter Depressionen leiden. Meine Frage wäre dann nur: Ist das chronisch oder temporär?" Die 28-jährige Vonn hatte nach der Trennung von ihrem Ehemann Thomas Vonn in einem kürzlich erschienenen Interview mit dem US-Magazin "People" erklärt, sie leide seit 2002 an Depressionen.

Die erfolgreichste Skirennläuferin der Gegenwart hatte sechs Jahre lang jeglichen Kontakt zu ihrem Vater gemieden, vor gut einem Jahr sprachen die beiden erstmals wieder miteinander. Der Grund für den Bruch war nach Kildows Darstellung der Beginn der Beziehung seiner Tochter zu ihrem späteren Ehemann Thomas Vonn. "Ich wusste lange nichts davon, dass sie befreundet waren, ich habe davon erst erfahren, als sie 18 oder 19 Jahre alt war. Ich habe ihn nur einmal getroffen, aber ich fand, er war zu alt für sie. Er ist neun Jahre älter. Und sie war viel zu jung dafür."

Kildow sagte, er habe damals jedoch keinen Einfluss mehr auf seine Tochter gehabt: "Wenn Kinder Stars sind, verliert man die Möglichkeit, sie zu disziplinieren. Und das ist uns mit Lindsey passiert."

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