Hamburg - Magdalena Neuner stand während der Weltmeisterschaft in Ruhpolding unter besonderer Anspannung: Die zurückgetretene Biathletin erhielt während des Wettbewerbs im März eine Morddrohung. Das bestätigte die 25-Jährige in einem Interview des "Münchner Merkur". "Und da denkt man sich schon: 'Ist es das wert?' Aber wahrscheinlich gehört das zum Berühmtsein", sagte Neuner.
Es sei nicht ganz einfach gewesen, an den Start zu gehen, aber sie habe die Drohung ganz gut ausschalten können. "Das hat mich selber überrascht. Ich habe versucht, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es waren auch ständig genügend Zivilpolizisten und andere Sicherheitskräfte um mich herum im Einsatz. Ich habe mich sicher gefühlt."
Die Doppel-Olympiasiegerin hatte bei der WM zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze gewonnen. Nach der Saison trat Neuner wie angekündigt zurück, bereut diesen Schritt aber nicht. "Es ist alles superschön. Mir ist es nie langweilig", erklärte Neuner. "Für mich ist das abgeschlossen, das Thema ist vorbei. Ich selber habe in den letzten Wochen so gut wie überhaupt nicht mehr an Biathlon gedacht."
leh/dpa
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