Hamburg - Genießen wollte sie ihr letztes Rennen, sagte Magdalena Neuner. Mit dem Massenstart in Chanty-Mansijsk ging in Russland die Karriere der besten deutschen Biathletin der Geschichte zu Ende. Als die 25-Jährige die Ziellinie überquerte, lächelte sie - obwohl es nach insgesamt sechs Strafrunden nur zu Platz sechs gereicht hatte.
Ihren dritten Triumph im Gesamtweltcup hatte sich die Deutsche bereits mit Platz vier in der Verfolgung am Samstag gesichert. Die kleine Kristallkugel für die Disziplin-Wertung ging an die Tagessiegerin Darja Domratschewa (39:01,4 Minuten) aus Weißrussland, die sich knapp im direkten Duell gegen die norwegische Dreifach-Weltmeisterin Tora Berger (+10,0 Sekunden) durchsetzte. Dritte wurde die Finnin Kaisa Mäkäräinen (+32,6).
Andrea Henkel (3 Schießfehler) belegte Rang zehn, Franziska Hildebrand (1) Rang 14. Tina Bachmann (6) und Miriam Gössner (9) enttäuschten am Schießstand.
Neuner hatte nach den ersten beiden Liegendschießen mit null Fehlern deutlich in Führung gelegen, ließ dann aber vier Scheiben stehen und musste 600 Meter zusätzlich in der Strafrunde drehen. Auch im letzten Schießen leistete sie sich zwei Fehler.
chp/dpa/sid
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