Ski-Olympiasieger Wasmeier "Hut ab vor Felix"

Doppel-Olympiasieger und Weltmeister: Markus Wasmeier ist einer der erfolgreichsten deutschen Skifahrer, als TV-Experte ist er auf allen großen Rennen dabei. Im Interview spricht er über die Favoriten der Ski-WM in Schladming, Wüstenpisten und die Probleme von Maria Höfl-Riesch.

Ski-Idol Wasmeier: Doppel-Olympiasieger und Weltmeister
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Ski-Idol Wasmeier: Doppel-Olympiasieger und Weltmeister


SPIEGEL ONLINE: Herr Wasmeier, am Wochenende standen Sie am Auslauf der legendären Skirennstrecke Streif in Kitzbühel und sahen, wie der spätere Sieger Dominik Paris mit über 100 Stundenkilometern die Piste herunterjagte. Werden Sie da nicht ein bisschen wehmütig?

Markus Wasmeier: Klar. Ich glaube, es würde mir heutzutage sogar noch mehr Spaß machen, Skirennen zu fahren. Dabei ist es mittlerweile viel schwieriger zu gewinnen.

SPIEGEL ONLINE: Warum das?

Wasmeier: In den achtziger Jahren waren wir wie die Piloten der Rallye Dakar, die Pisten ähnelten Wüstenlandschaften. Das, was da heute los ist, ist die Formel 1. Die Pisten sind besser präpariert, glatter und eisiger. Die Athleten können viel aerodynamischer fahren. Auch die Nummer 100 kann noch heil den Berg runterkommen.

SPIEGEL ONLINE: In wenigen Tagen beginnt im österreichischen Schladming die Ski-Weltmeisterschaft. Wie sieht die Piste dort aus?

Wasmeier: Sehr sportlich. Es heißt, es ist die Abfahrt mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit. Sie hat viele Wellen und ist vor allem für den Slalom extrem steil und schwierig. Die Frauen haben es etwas besser als die Männer, ihre Piste ist nicht allzu gefährlich. Die schafft jede.

SPIEGEL ONLINE: Welche Chancen haben die deutschen Frauen?

Wasmeier: Gute! Viktoria Rebensburg zumindest zählt für mich zu den absoluten Top-Favoritinnen im Riesenslalom und Super G. Sie ist derzeit die stabilste deutsche Fahrerin und hat außerdem im vergangenen Jahr den Super G in Schladming gewonnen.

SPIEGEL ONLINE: Wie steht es um Maria Höfl-Riesch?

Wasmeier: Sie wird kaum eine Rolle spielen. Maria hat derzeit genug Sorgen damit, sich selbst zu ordnen. Das ist manchmal so bei Sportlern. Außerdem ist die Piste für Maria ein bisschen steil, ihr liegt das Flache mehr. Aber wer weiß: Vielleicht hilft es ihr, dass sie diesmal nicht als Favoritin an den Start geht.

SPIEGEL ONLINE: Mit einer Medaille rechnet man hingegen für Felix Neureuther.

Wasmeier: Völlig zu Recht. Hut ab vor dem Felix. Er brauchte lange Vorbereitung, aber jetzt ist er innerhalb von zwei Jahren in zwei Disziplinen in der Weltspitze. Beeindruckend. Er hat dabei vor allem von den Tipps seines Freundes Ted Ligety profitiert. Der half ihm mit dem Riesenslalom, Felix beriet Ligety im Gegenzug bei Slalomfragen.

SPIEGEL ONLINE: Mit wem ist aus deutscher Sicht noch zu rechnen?

Wasmeier: Mit Fritz Dopfer, der fährt eine starke Saison. Dann hört es aber auf. Dafür ist die Weltspitze zu gut und zu dicht. Bei den Männern gilt es vor allem, Marcel Hirscher zu schlagen. Neben unseren Jungs sind Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und die beiden Italiener Christof Innerhofer und Dominik Paris Goldanwärter. Lindsey Vonn und Tina Maze werden bei den Frauen ganz vorne dabei sein.

SPIEGEL ONLINE: Viktoria Rebensburg beklagte sich kürzlich über das neue Skimaterial im Riesenslalom, das viel mehr Körpereinsatz verlangt. Wie schätzen Sie die Änderungen ein?

Wasmeier: Nicht so gravierend. Manchen passt es besser, anderen eben schlechter, das muss sich erst noch einpendeln. Die Entwicklung ist sicher noch nicht am Ende. Aber egal, wie die Skier aussehen: Wenn man stürzt, tut es immer brutal weh. Da hilft auch kein Hightech.

SPIEGEL ONLINE: Als Sie 1985 zur Weltmeisterschaft fuhren, hatte Sie niemand auf dem Zettel - und Sie gewannen im Riesenslalom gegen Pirmin Zurbriggen. Gleiches galt für die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer: Sie waren im Jahr zuvor schwer gestürzt, hatten kaum gute Resultate eingefahren. Und dann wurden Sie nach 58 Jahren erster deutscher Olympiasieger im Skifahren. Dürfen wir uns in Schaldming auf ähnliche Überraschungen freuen?

Wasmeier: Der Druck auf die Favoriten ist groß, vor allem auf die Österreicher. Insofern: Alles ist möglich.

Das Interview führte Sara Peschke

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Sibylle1969 03.02.2013
1. Wasmeier erster deutscher Olympiasieger im Alpinski seit 58 Jahren (1994)
Es sollte wohl besser heißen "Wasmeier war der erste männliche Olympiasieger im Alpinski seit 58 Jahren". Schließlich gab es einige weibliche deutsche Olympiasiegerinnen im Alpinski zwischen 1936 und 1994, nämlich: 1956: Ossi Reichert, 1960: Heidi Bible, 1976: Rosi Mittermaier (2x) sowie 1988: Marina Kiel
fixe-maja 05.02.2013
2. Drei kostenstellen des DSV...
Passend zum Karneval, aus dem Dreigestirn der inkonstantesten Sportler, mit größten Klappe geht es diesmal nicht um den Dummschwätzer Felix N. oder seinen peinlichen Erzeuger, sondern um den Intimfreund der Grizzly-Familie. Unser aller Wasi, Blasi oder wie auch immer. Wie kann jemand nur so an Selbstüberschätzung leiden? So ein unzuverlässiger Kunde maßt sich an, Leistungen anderer zu bewerten, neuerdings auch noch in der Literatur eigentlich ein Metier von Marcel Reich-Ranicki. Nicht genug mit seinen hohlen Kommentaren zu einem wirklich erstklassigen Sport, mit tollen Sportlern, nervt der Einstein zudem mit Literatur-Kritiken, bezüglich dem Buch von Maria Höfl-Riesch. Wenn wir etwas nicht brauchen ist es nicht das Buch der Autorin, sondern Blasi in Persona auf den die ARD, wenn auch schweren Herzens verzichten sollte. Was nimmt sich der Blasi eigentlich raus die Leistungen der Damen zu werten bzw. zu schmälern. Dieser vorzeige Sportler hatte ja nur einen Durchhänger. Aber durch seine komplette Kariere abgesehen von etwa vier Glücks -Fahrten für die er selbst nichts konnte. Ach ja, früher zu seiner Zeit war auch“ alles viel schwerer, da musstest du ganz schon besonders gut fahren“. Heute und erst recht bei den Frauen erkennt der Blasi die Leistungen nicht an, sondern ist mit seiner Selbstdarstellung und seinen nationalen Heldentaten beschäftigt. Für meinen Teil, ich kann die geistigen Ergüsse der drei Komiker nicht mehr ertragen und entziehe mich dem durch ORF schauen. Herzliches Mitleid für meine leidenden Landsleute! Die drei Findelkinder des DSV, mit Ewigkeits-Sponsor Bogner sind so ziemlich die peinlichste Bruderschaft des schlechten Geschmacks im schwarz-rot-blöden Gewand. Beim DSV und Bogner, auch so eine Blitzbirne wird schon aufgepasst wer in den Fördertopf greifen darf und wo Wettkämpfe stattfinden. Bayern, Bayern, Bayern... Na Hallamasch, ein Prosit der Gemütlichkeit, dem Blasi als Büttenredner und dem bisweilen im Ziel eintreffenden Wunderkind Felix N.
WalterErnst 05.02.2013
3. Wasmeier hat recht
Was sollen die dümmlichen Beschimpfungen Wasmeiers? - Er hat sich mit keinem Wort selbst gelobt. Wasmeier war zweifacher Olympiasieger. Fertig. Christian Neureuther war unbeständig, aber gut. Felix Neureuther fährt momentan hervorragend und hat gute Chancen, vorne zu landen. Er ist zudem ein anständiger Sportsmann. Wenn Wasmeier Höfl-Rieschs Chance zunächst mal als nicht so hoch einschätzt, so ist das okay. Er sagt ja auch, vielleicht packt sie's ja doch. Dass die Frauen-Pisten leichter sind, weiß jeder. Den Wasmeier zu kritisieren, weil er das sagt, zeugt von großer Ahnungslosigkeit. Und wenn er nichts von Höfl-Rieschs Buch hält, tja, warum denn nicht? - Vielleicht mögen es ja viele andere auch nicht. Eine gewisse Meinungsfreiheit haben wir ja noch in Deutschland. Selbst substanzlose Beschimpfungen wie oben bleiben stehen.
Fangio 08.02.2013
4. Tja, Wasi
---Zitat--- SPIEGEL ONLINE: Wie steht es um Maria Höfl-Riesch? Wasmeier: Sie wird kaum eine Rolle spielen. Maria hat derzeit genug Sorgen damit, sich selbst zu ordnen. [...] ---Zitatende--- Gold für Hoefl-Riesch in der Kombination. Das Orakeln lass mal lieber.
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