Eisschnelllauf-WM Sablikova siegt, Pechstein chancenlos

Martina Sablikova bleibt die Kufen-Königin: Die Tschechin sicherte sich zum vierten Mal den Titel der Mehrkampf-Weltmeisterin im Eisschnelllauf. Claudia Pechstein hatte mit der Entscheidung nichts zu tun.

Eisschnelllaufstar Martina Sablikova
AP/dpa

Eisschnelllaufstar Martina Sablikova


Die tschechische Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Martina Sablikova hat sich am Sonntag in Berlin zum vierten Mal nach 2009, 2010 und 2015 den Titel der Mehrkampf-Weltmeisterin erkämpft. Für Sablikova war es neben zwölf WM-Erfolgen auf den Langstrecken der insgesamt 16. Titel ihrer Karriere bei Weltmeisterschaften.

Mit ihrem abschließenden Erfolg über 5000 Meter verwies sie in Bahnrekordzeit von 6:52,57 Minuten die fünfmalige Allround-Weltmeisterin Ireen Wüst aus den Niederlanden auf Rang zwei. Dritte wurde die Niederländerin Antoinette de Jong.

Claudia Pechstein hatte das Finale über 5000 Meter knapp verpasst. Am Ende fehlten der 44-jährigen Berlinerin 0,20 Sekunden auf der 3000-m-Distanz, um sich für die Top 8 zu qualifizieren. Sie belegte im Schlussklassement Rang 13, Roxanne Dufter aus Inzell kam bei ihrem WM-Debüt auf Platz 17.

Für Pechstein war die WM ohnehin "nur eine Zwischenstation", wie sie selbst sagt. Der wichtigere Termin für sie ist der kommende Dienstag: Dann steht für sie der Prozess vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe an. Er wird richtungweisend für ihre Schadensersatzklage über fünf Millionen Euro gegen den Eislauf-Verband ISU sein. Sie klagt wegen entgangener Einnahmen durch ihre Dopingsperre im Jahr 2009.

aha/dpa

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