Neujahrsspringen Schmitt und Uhrmann fliegen nach vorn

Der frühere Weltmeister Martin Schmitt und Michael Uhrmann haben beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Wegen schlechten Wetters wurde das Springen nachdem ersten Durchgang abgebrochen, ein Schweizer siegte.


Garmisch-Partenkirchen - Andreas Küttel hat das auf einen Durchgang verkürzte Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der Schweizer erhielt auf der zweiten Station der Vierschanzentournee 135,9 Punkte für seinen Flug auf 125,5 Meter. Es war das letzte Springen auf der alten Olympiaschanze - der Bakken wird in Kürze abgerissen. Platz zwei belegte vor 15.000 Zuschauern der Finne Matti Hautamäki vor Noriaki Kasai aus Japan. "Du musst halt gut sein, wenn es drauf ankommt. Jetzt greife ich in der Gesamtwertung an", meinte Küttel. Dort hat er bei Halbzeit des Wettbewerbs mit 422,4 Punkten nur noch drei Zähler Rückstand auf den diesmal viertplatzierten Österreicher Gregor Schlierenzauer (425,4), der den Auftakt in Oberstdorf gewonnen hatte.

Der zweite Durchgang wurde wegen des auffrischenden Windes und der verregneten Anlaufspur abgesagt. Als bester Deutscher belegte Martin Schmitt mit 127,6 Punkten für 122 Metern Rang acht. Im Training und dem Probedurchgang war der viermalige Weltmeister noch zur Bestweite geflogen, doch im entscheidenden Moment fehlte die Nervenstärke genau wie der passende Aufwind. "Da war mehr drin, ich hätte mich im zweiten Durchgang gern noch weiter nach vorn gearbeitet. Aber trotzdem ist mir hier der Knopf aufgegangen - jetzt kann ich angreifen", erklärte Schmitt.

"Es tut mir Leid für Martin, er hätte noch weiter nach vorn kommen können. Aber er ist auf dem richtigen Weg nach oben, und wir haben in Garmisch einen klaren Aufwärtstrend gezeigt", sagte Bundestrainer Peter Rohwein. Michael Uhrmann wurde Neunter, Jörg Ritzerfeld (112,9 Punkte / 115,5 Meter) landete auf Platz 23. In der Gesamtwertung liegen Uhrmann als Zwölfter (374,2) und Schmitt als 14. (369,0) nach dem enttäuschenden ersten Springen weit zurück und haben keine Chancen mehr auf einen Podiumsplatz.

Den Abbruch des Springens und damit die Wertung nach dem ersten Durchgang wegen Problemen mit der Anlaufspur und eines aufziehenden Sturmes bezeichnete der Rohwein als "korrekt". "Das hätte nicht mehr lange gedauert, und einer wäre aus der Spur gefahren", sagte er. Zuletzt war ein Springen am 6. Januar 1987 in Bischofshofen nach dem ersten Durchgang abgebrochen wurden.

all/sid



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