NHL-Playoffs: Chicago erreicht dank dramatischem Sieg das Finale
Erst die zweite Verlängerung brachte die Entscheidung: Die Chicago Blackhawks haben das fünfte Spiel des NHL-Halbfinales gegen die Los Angeles Kings gewonnen. Im Finale treffen die Blackhawks nun auf die Boston Bruins. Eine Enttäuschung gab es für Ralph Krueger, der deutsche Coach muss in Edmonton gehen.
Hamburg - Eishockey-Profi Patrick Kane hatte vier Spiele lang enttäuscht. Dem Star der Chicago Blackhawks, in der Hauptrunde bester Torschütze und Vorlagengeber des Teams, waren in den ersten vier Halbfinal-Partien gegen die Los Angeles Kings nur ein Treffer und ein Assist gelungen. Im fünften Spiel spielte der 24-jährige Kane nun groß auf. Mit drei Toren, darunter dem Treffer in der zweiten Verlängerung zum 4:3 (2:0, 0:1, 1:2, 1:0)-Sieg, sorgte er für den 4:1-Endstand in der Serie.
Im Finale treffen die Blackhawks, Meister von 2010, auf die Boston Bruins, Meister von 2011. Das erste Spiel der Best-of-seven-Serie wird in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausgetragen (2 Uhr MESZ), zunächst hat Chicago zweimal Heimrecht. Die Bruins hatten sich im zweiten Halbfinale überraschend deutlich gegen die Pittsburgh Penguins durchgesetzt (4:0).
Zunächst hatten Duncan Keith (4. Minute) und Kane (6.) Chicago früh in Führung gebracht. Für die Gäste glichen Dwight King (30.) und Anze Kopitar (44.) jedoch aus. Im Schlussdrittel entwickelte sich eine packende Partie, knapp vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schien Kane mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung gesorgt zu haben. Doch zehn Sekunden vor Schluss gelang Mike Richards der erneute Ausgleich.
Die Kings dominierten die erste Verlängerung, scheiterten jedoch mehrfach an Chicagos Torwart Corey Crawford. Im zweiten Extra-Durchgang war es dann erneut Kane (92.), der zum umjubelten Sieg der Gastgeber traf. "Es war sehr emotional, in der ersten Verlängerung hat uns das noch beschäftigt. Es ist umso schöner, dass wir am Ende noch den Sack zugemacht haben", sagte Matchwinner Kane.
Krueger muss die Oilers verlassen
In Edmonton haben sich die Oilers nach nur einem Jahr von ihrem deutschen Trainer Ralph Krueger getrennt. Die Entlassung sei "nicht fair" gegenüber Krueger, aber als Manager müsse er solche Entscheidungen treffen, sagte Craig MacTavish, Manager des Clubs. Eigentlich waren die Oilers nur auf der Suche nach einem Assistenztrainer gewesen, entschlossen sich dann aber für den Richtungswechsel. Wer Kruegers Nachfolger wird, ist noch unklar. Die Oilers hatten zum wiederholten Mal die Playoffs um den Stanley Cup verpasst und schlossen die Saison als Zwölfter der Western Conference ab.
Krueger, der von 1997 bis 2010 die Schweizer Nationalmannschaft trainiert hatte, wird als einer der möglichen Nachfolger von Don Jackson bei den Eisbären Berlin gehandelt. Der Meistertrainer hatte den Hauptstadtclub in Richtung EC Red Bull Salzburg verlassen.
max/dpa/sid
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| Die Stanley-Cup-Sieger seit 2000* | ||
| Jahr | Gewinner | Saison-MVP |
| 2013 | Chicago | ??? |
| 2012 | Los Angeles | Jewgeni Malkin |
| 2011 | Boston | Corey Perry |
| 2010 | Chicago | Henrik Sedin |
| 2009 | Pittsburgh | Alexander Owetschkin |
| 2008 | Detroit | Alexander Owetschkin |
| 2007 | Anaheim | Sidney Crosby |
| 2006 | Carolina | Joe Thornton |
| 2004 | Tampa | Martin St. Louis |
| 2003 | New Jersey | Peter Forsberg |
| 2002 | Detroit | José Théodore |
| 2001 | Colorado | Joe Sakic |
| 2000 | New Jersey | Chris Pronger |
| *2004/2005 fiel die komplette Saison wegen eines Tarifstreits zwischen Team-Besitzern und Spielern aus | ||
| Die Playoff-MVPs seit 2000* | |
| Jahr | Playoff-MVP |
| 2012 | Jonathan Quick (Los Angeles) |
| 2011 | Tim Thomas (Boston) |
| 2010 | Jonathan Toews (Chicago) |
| 2009 | Jewgeni Malkin (Pittsburgh) |
| 2008 | Henrik Zetterberg (Detroit) |
| 2007 | Scott Niedermayer (Anaheim) |
| 2006 | Cam Ward (Carolina) |
| 2004 | Brad Richards (Tampa) |
| 2003 | Jean-Sébastien Giguère (Anaheim) |
| 2002 | Nicklas Lidström (Detroit) |
| 2001 | Patrich Roy (Colorado) |
| 2000 | Scott Stevens (New Jersey) |
| *2004/2005 fiel die komplette Saison wegen eines Tarifstreits zwischen Team-Besitzern und Spielern aus | |
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