Hamburg - Eishockey-Profi Dennis Seidenberg hat mit den Boston Bruins vorzeitig den Playoff-Einzug in der NHL perfekt gemacht. Zwar verlor der Meister von 2011 am Mittwoch (Ortszeit) gegen die Buffalo Sabres mit Christian Ehrhoff und Jochen Hecht 2:3 nach Penaltyschießen. Doch der eine Punkt nach 60 Minuten reichte Boston, um sich zum sechsten Mal in Folge für die K.-o.-Runde der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga zu qualifizieren.
Die Partie war das erste Sport-Event in Boston seit den tödlichen Anschlägen beim 117. Boston-Marathon am Montag. Vor dem Spiel wurde mit einem Video und einer Schweigeminute an die tragischen Ereignisse erinnert, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und mehr als 180 verletzt wurden.
"Ich habe mit den Tränen gekämpft. Es war schwer, beim Anblick dieser Bilder nicht zu weinen und anschließend Eishockey zu spielen", sagte der deutsche Nationalspieler Seidenberg. Beide Mannschaften trugen auf ihren Helmen eine Schleife in den blau-gelben Farben des Bostoner Marathons. Nach dem Spiel verließen die Teams nicht wie üblich sofort das Eis, sondern versammelten sich an der Mittellinie, um sich gemeinsam von den Fans zu verabschieden.
Mit 57 Punkten sind die Bruins Zweiter der Eastern Conference und sechs Spieltage vor Abschluss der Vorrunde nicht mehr von einem der acht ersten Plätze zu verdrängen.
chp/dpa
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